„Eine der modernsten und raffiniertesten Comicautorinnen“ : Posy Simmonds erhält Max-und-Moritz-Sonderpreis
Die britische Autorin und Zeichnerin Posy Simmonds erhält den diesjährigen Max-und-Moritz-Sonderpreis für ihr Lebenswerk. Verliehen wird die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur und Comic-Kunst im deutschsprachigen Raum während des 22. Internationalen Comic-Salons Erlangen, der vom 4. bis 7. Juni stattfindet, wie das Erlanger Kulturamt am Freitag mitteilte.
Die sieben weiteren Preisträgerinnen und Preisträger werden am 5. Juni bei der Gala bekannt gegeben.
Mit Simmonds werde „die Grande Dame der britischen Comicszene und eine der modernsten und raffiniertesten zeitgenössischen Comicautorinnen“ ausgezeichnet, hieß es. Die 1945 geborene Britin veröffentlichte ihren ersten Graphic Novel erst 1999. Zuvor arbeitete sie als Kinderbuchautorin sowie Cartoonistin und Comiczeichnerin für britische Zeitungen.
Graphic Novels über eigenwillige Frauen
Den internationalen Durchbruch erlebte Simmonds mit drei literarisch grundierten Graphic Novels, in deren Mittelpunkt eigenwillige Frauen stehen: „Gemma Bovery“ (1999, deutsche Veröffentlichung 2011), „Tamara Drewe“ (2007, deutsche Veröffentlichung 2010) und „Cassandra Darke“ (2018, deutsche Veröffentlichung 2019).

© Posy Simmonds / Reprodukt
Mit britischem, feinem und fiesem Humor verspotte Simmonds die Unzulänglichkeiten von Mittelklasse, Kunstschickeria und Social-Media-Prominenz, hieß es.
25 Nominierungen für den Max-und-Moritz-Preis
Für den Max-und-Moritz-Preis nominiert sind 25 Titel in mehreren Kategorien, darunter „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester internationaler Comic“, „Bester Sachcomic“, „Bester Comic für Kinder“, „Bestes deutschsprachiges Comic-Debüt“ (dotiert mit 1.000 Euro) und der/die beste deutschsprachige Comic-Künstler*in (dotiert mit 10.000 Euro). Vergeben wird er durch eine unabhängige Fachjury. Seit 1984 trage er zur Anerkennung des Comics in Deutschland bei. (epd)