Das Kino Arsenal eröffnet im Silent Green: Wedding ist um eine kulturelle Attraktion reicher

Eine schönere Wendung hätte sich keine Drehbuchautorin ausdenken können. Das Kino Arsenal zieht von einem Ort, dessen Geschichte in den Nachwendejahren mit viel Investorenkapital systematisch ausgelöscht wurde, an einen Ort des Erinnerns. Am ersten Mai-Wochenende eröffnet die Berliner Institution auf dem Gelände des ehemaligen Krematoriums Wedding, dem heutigen Kulturquartier Silent Green, wieder ihre Türen – nach knapp 25 Jahren am unwirtlichen Potsdamer Platz. Die alte Aussegnungshalle, in der sich noch bis 2001 die Hinterbliebenen von ihren Verstorbenen verabschieden konnten, ist in einen state of the art Kinosaal verwandelt worden. Ein gutes Zeichen. Denn was, wenn nicht ein Ort des Erinnerns, ist das Kino sonst?