Interview mit Biennale-Künstlerin Sung Tieu: „Der Ostberliner Wohnblock ist für mich bedeutender als der Deutsche Pavillon“

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie die Einladung für den Deutschen Pavillon erhielten?
Wir haben uns mit einem Konzept beworben, nachdem verschiedene Kuratoren nominiert worden waren. Insofern war es keine Überraschung. Aber als die Zusage kam, war ich überwältigt. In dem Moment wusste ich, dass ich diese Plattform einem mir so wichtigen Thema widmen kann: Von Anfang an stand fest, dass ich die Front des Deutschen Pavillons mit der Fassade des Plattenbaus in der Gehrenseestraße verkleiden würde, in dem ich aufgewachsen bin.