Fernsehtipps zum langen Wochenende: Der amerikanische Traum als Scherbenhaufen

Der ESC am Samstagabend im Ersten stellt im Fernsehen natürlich alles in den Schatten. Wer allerdings keine Lust auf Glitzer-Rock, Schlager und mehr hat, findet vor allem bei den Öffis gute Spielfilm-Klassiker von Sergio Leone bis zu den Coen-Brüdern und Sam Mendes. Und eine bildmächtige Free-TV-Premiere auf RTL gleich an Himmelfahrt.

1 Dune: Part Two (Donnerstag, RTL, 20:15 Uhr)

Eine große Free-TV-Premiere an Himmelfahrt in der Primetime: der bildgewaltige Science-Fiction-Film des kanadischen Regisseurs Denis Villeneuve, die Fortsetzung des Films „Dune“ (2021), seinerseits eine Neuverfilmung von David Lynchs „Der Wüstenplanet“ aus 1984.

Paul Atreides, unterstützt von Chani und den Fremen, verfolgt einen Rachefeldzug gegen jene, die seine Familie vernichtet haben.

Dabei sieht er sich mit einer schwierigen Entscheidung konfrontiert: der Wahl zwischen der Liebe seines Lebens und dem Schicksal des gesamten Universums. Gleichzeitig muss er alles daransetzen, eine schreckliche Zukunft zu verhindern, die nur er vorhersehen kann.

Ein audiovisuelles Erlebnis für fast alle Sinne, fast malerisch, von schwindligen Ritten auf dem Sandwurm bis hin zum grandiosen Sound. Kritiker lobten, seit Stanley Kubrick hat kein Regisseur mehr mit solch detailversessener Präzision einen Film als Welt entworfen.

Und der Bilderrausch geht weiter. Der dritte Teil „Dune: Part Three“ ist für Dezember 2026 angekündigt.

2 Spiel mir das Lied vom Tod (Samstag, MDR, 20:15 Uhr)

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Macht, Intrigen, Hochmut, Größenwahn, Rache, Desillusionierung und der unvermeidliche Fall – gar nicht so weg von Leones Edelwestern ist diese Shakespeare-Adaption von Ralph Fiennes („Der englische Patient“)

Coriolanus ist ein Kriegsheld, den das Volk hasst. Als er Konsul werden will, sorgen Gegner dafür, den Hass der Bürger zu schüren. Coriolanus wird verbannt und sinnt auf Rache.

Gekämpft wird in modernen Uniformen mit MGs und Panzern

Mit internationaler Starbesetzung (u.a. Vanessa Redgrave) verfilmte Regisseur und Hauptdarsteller Fiennes 2011 die Tragödie von William Shakespeare als zeitlose Parabel.

Die unübersehbare Aktualität Shakespeares macht Fiennes deutlich, indem er die Anmutung des klassischen Textes weitgehend erhält, die Geschichte aber aus dem 5. Jahrhundert vor Christus in die Gegenwart verlegt. Gekämpft wird in modernen Uniformen mit MGs, Handgranaten, Hubschraubern und Panzern.

4 The Big Lebowski (Sonntag, Arte, 20:15 Uhr)

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Noch so eine Art Dekonstruktion des Männer-Bildes, ziemlich raffiniert inszeniert. Die Geschichte wird von der Hauptfigur Lester Burnham selbst post mortem erzählt. Dem Zuschauer wird am Anfang vermittelt, dass dieser am Ende des Films sterben wird („In weniger als einem Jahr bin ich tot. Natürlich weiß ich das jetzt noch nicht.“).

Dem ausgebrannten Normalbürger Lester brennt eine Sicherung durch, als er die lolitahafte Freundin seiner missmutigen Tochter Jane kennenlernt. Sexuell frustriert setzt er sich eine Affäre mit der Teenagerin in den Kopf, die ihn am Ende ins Verderben stürzt.

Das mit fünf Oscars ausgezeichnete Werk des Engländers Sam Mendes mit Kevin Spacey analysiert und seziert amerikanische Befindlichkeiten exakt. Witzig, tragisch, bissig und zynisch dreht „American Beauty“ genüsslich die Klischees der Seifenopern ins Gegenteil um und hinterlässt den amerikanischen Traum als einen Scherbenhaufen. 

6 Verbrannte Erde (Sonntag, ARD, 0:05 Uhr)

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