Unterwegs mit einem Hirten aus Brandenburg: „Ein guter Schäfer darf niemals stören“

Ein Schäfer ist hierzulande nicht unbedingt daran zu erkennen, dass ihm eine Herde wolliger Schafe folgt. Er kann auch mit einem dunkelgrünen Pickup vorfahren. So wie Knut Kucznik an diesem sonnigen Vormittag am S-Bahnhof Ahrensfelde, an der nordöstlichen Berliner Peripherie. Kucznik ist lebender Vertreter einer im eng besiedelten Deutschland gefährdeten Spezies: Der Schäfermeister, geboren 1966 in Altlandsberg, wo auch seine Schäferei liegt, ist in Brandenburg jahrzehntelang als Wanderschäfer unterwegs gewesen.