Lenny Kravitz, Guns N’ Roses, Pulp: Top-Konzerte 2026, für die es tatsächlich (!) noch Karten gibt
Haben Sie auch keine Karten für die Ärzte bekommen? Damit sind Sie nicht „schrecklich allein, ewig allein“, wie es imn einem Song der Band heißt: Obwohl sie vier (!) Gigs in Berlin spielen, war nach ein paar Minuten alles weg.
Längst ausverkauft sind auch Rosalía, die Kings of Leon, The Cure… Aber wir sind ja nicht hier, um in Wunden zu bohren, sondern um Ihr Leben zu verbessern. Deswegen hier Tipps für NICHT ausverkaufte Konzerte – auf die man auch nicht bis 2027 warten muss. Viel Spaß wünscht das Ticket-Team!
1 Bosse

© dpa/Christoph Soeder
„Stabile Poesie“ heißt die neue Platte, und das fasst eigentlich Bosses Gesamtwerk zusammen: gute Texte auf Deutsch, die aber nicht gerade nach dem Peter-Huchel-Preis schreien. Es ist sein zehntes Album.
Für Fans fühlt es sich wahrscheinlich an wie eine Langzeitbeziehung, mit Aufs und Abs, Glücksmomenten und der einen oder anderen Enttäuschung.
Man hat seitdem – wie der 1980 geborene Axel Bosse auch – einiges erlebt, das in seinen Songs konserviert ist: Partnersuche („3 Millionen“, 2009), Stimmungstiefs („Steine“, 2016), Liebe verlieren und wiederfinden („24/7“, 2021), Kinder haben („Dein Hurra“, 2016), älter werden („Der letzte Tanz“, 2021).
Nahbar wirken die Lyrics und aufrichtig. Gern mal ein wenig pathetisch, aber hey, warum nicht. Irgendwie hat Bosse es über die Jahre geschafft, eine gar nicht so kleine Nummer zu werden (sechs Top-Ten-Alben, aktuell auf „Hallentour“), ohne sich Starallüren zuzulegen.
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© AFP/VILHELM STOKSTAD
Denkt man an Hardrock, ist wohl einer der ersten Namen, die einem in den Sinn kommen, Guns N’ Roses. Seit 1985 macht die Band („November Rain”) um Sänger Axl Rose unermüdlich Musik: Vor wenigen Monaten brachten sie die Songs „Nothin’” und „Atlas” raus.
Nachdem die Veröffentlichung ihres letzten Albums „Chinese Democracy“ – das mit 13 Millionen Dollar Produktionskosten als teuerstes Album der Rockgeschichte gilt – 18 Jahre zurückliegt, munkeln Fans nun, dass womöglich bald ein neues Album anstehen könnte. Und die Band tut in Interviews zumindest wenig dafür, diesen Eindruck zurückzuweisen. (ero)
3 Lenny Kravitz

© Tom Jackson
Zu den erfreulichsten Pop-Comebacks der letzten Zeit gehörte dasjenige von Pulp, die sich nach einer ausführlichen Schaffenspause von beinahe einem Vierteljahrhundert wieder zusammengerauft haben.
Anders als Oasis bei ihrer monumentalen Reunion-Tournee 2025, haben die Edel-Britpopper um Jarvis Cocker (2. v. l.) aber nicht nur ihren alten, seit den goldenen Neunzigern konservierten Ruhm abgemolken, sondern sind das Wagnis einer neuen Platte eingegangen.
„More“, erst das achte Album in einer bereits 1978 beginnenden Odyssee der Band aus Sheffield, überfüllte dabei noch die kühnsten Hoffnungen der Fans. So schön hat britischer Glam-Pop seit sehr langer Zeit nicht mehr geklungen. (wun)
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5 Helene Fischer

© STEPHAN VAN FLETEREN
Wen damals das schmelzende Duett „Falling Slowly“ nicht ein kleines bisschen gerührt hat, der hat wahrscheinlich einen Stein in der Brust.
Der Song aus der irischen Independent-Perle „Once“ erhielt 2008 sogar einen Oscar. Und natürlich machte die Tatsache, dass Hauptdarsteller und Songwriter Glen Hansard – im Film nur „The Guy“ – auch in Wirklichkeit Straßenmusiker war, das Ganze noch besser.
Herzchenalarm: Er und „The Girl“, Markéta Irglová, kamen durch den Film auch in echt (eine Weile) zusammen. 2025 war das Duo gemeinsam auf Tour, jetzt tritt der Ire solo auf. (ans)
7 Classic Open Air

© IMAGO/Capital Pictures/IMAGO/Martin Harris/Capital Pictures
Wir kennen Bill Murray als Hollywoodstar aus Filmen wie „Täglich grüßt das Murmeltier“ sowie als Lieblingsdarsteller von Regisseur Wes Anderson.
Durch Gesangskünste fiel er lange nicht auf (schauen Sie noch einmal, wie er Roxy Musics „More Than This“ in „Lost in Translation“ singt).
Dabei hat Murray, Liebhaber klassischer Musik, mit dem deutschen Cellisten Jan Vogler bereits 2017 bei Decca Gold das Album „New Worlds“ aufgenommen, auf dem sie Literatur mit Musik verknüpfen.
Als Quartett sind sie auf Tour mit Werken von Bernstein bis Schostakowitsch und Texten von Arthur Miller bis Walt Whitman. Ein besonderer Abend mit einem großartigen Entertainer. (wei)