Countdown für die Berlinale: Charli xcx, Amanda Seyfried und Isabelle Huppert mit neuen Filmen in Berlin

In gut einem Monat beginnen die 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin und langsam zeichnet sich das Programm ab – und damit auch die Liste möglicher Gäste, die zwischen dem 12. und 23. Febraur über den roten Teppich laufen könnten. In den vergangenen Tagen verkündete das Festival bereits das Programm der Reihen Berlinale Special, Panorama und Forum. Mit neuen Filmen von Charli xcx, Amanda Seyfried, Alexander Skarsgård, Bella Ramsey, Ethan Hawke, Giancarlo Esposito, Fiona Shaw, Hiam Abbass, Isabelle Huppert und Neil Patrick Harris ist die Berlinale in diesem Jahr wieder hochkarätig besetzt.

Seit diesem Freitag steht auch der Eröffnungsfilm fest. Die Berlinale 2026 startet am 12. Februar mit der Weltpremiere von „No Good Men“, dem dritten Spielfilm der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat. Der Film wird in der Reihe Berlinale Special gezeigt. Sadat, die Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle, „eine der spannendsten Stimmen des internationalen Kinos“ nennt, setzt mit „No Good Man“ ihre Reige von fünf geplanten Filmen, die auf den autobiografischen Schriften des Autors und Schauspielers Anwar Hashimi basieren, fort. Die Regisseurin übernimmt in der romantischen Komödie, die zwischen dem Persönlichen und dem Politischen changiert, zudem die weibliche Hauptrolle.

Ihre Figur Naru ist die einzige Kamerafrau bei Kabul TV – und davon überzeugt, dass es in Afghanistan keine guten Männer gibt. Doch kurz vor der Rückkehr der Taliban begleitet sie den Reporter Qodrat auf einen Außeneinsatz. Die Begegnung wird ihre Überzeugungen ins Wanken bringen.

Die Entscheidung für „No Good Man“ ist ein mutiges Statement von Berlinale-Leiterin Tuttle in ihrem zweiten Jahr. Die Eröffnungsfilme sollen gewöhnlich mit einem Star-Aufgebot zum Beginn des Festivals den Glamour-Faktor unterstreichen. Mit der preisgekrönten Regisseurin setzt Tuttle stattdessen auf ein künstlerisches und nicht zuletzt politisches Statement. „Weil ich in einer zutiefst patriarchalen afghanischen Gesellschaft groß wurde, glaubte ich lange nicht an gute Männer. Ich hoffe, dieser Film schenkt jungen Frauen Zuversicht und zeigt jungen Männern, was möglich ist,“ sagt Sadat über ihren Film.

Charlie xcx spielt einen Popstar in einer künstlerischen Krise

Die Reihe Panorama eröffnet mit „Only Rebels Win“, einer Liebesgeschichte im krisengebeutelten Beirut. Auch die Hauptdarstellerin Hiam Abbass wird zur Berlinale erwartet. Außerdem im Panorama vertreten sind die Mockumentary „The Moment“ mit Charlie xcx, die einen Popstar in einer künstlerischen Krise kurz vor ihrer ersten Headlinertour spielt; die Rolle ihres Antagonisten übernimmt Alexander Skarsgård. Ebenfalls in der Reihe laufen die neuen Filme von Berlinale-Stammgast Hong Sangsoo und der neue Film „Staatsschutz“ von der Berlinale-Entdeckung Faraz Shariat, unter anderem mit Julia Jentsch.

Höhepunkte in der Reihe Berlinale Special sind das Musical-Drama „The Testament of Ann Lee“ über die Gründerin der Shaker-Bewegung, gespielt von Amanda Seyfried, und Gore Verbinskis Science-Fiction-Komödie „Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ mit Sam Rockwell, Juno Temple und Zazie Beetz. Für den popmusikalischen Schwerpunkt sorgt der Dokumentarfilm „The Ballad of Judas Priest“ mit Power-Riffs und der Heavy-Metal-Legende Rob Halford.

Das Programm des Wettbewerbs und der zweiten Hauptreihe Perspective wird am 20. Januar verkündet. Die Berlinale findet vom 12. bis zum 22. Februar statt. Bei der Eröffnungsgala wird die Schauspielerin Michelle Yeoh mit dem Goldenen Ehrenbär ausgezeichnet. Jurypräsident ist in diesem Jahr Wim Wenders. (Tsp)