Zehn Jahre Elbphilharmonie: Zum Jubiläum fährt Hamburg 2027 groß auf
Alle wollen rein. Die weltweit besten Orchester, die Jazz-Größen, der Schlagerstar, das Publikum ohnehin. Und sie wollen rauf auf die Plaza, die Aussichtsplattform in 37 Meter Höhe. Plaza-Besucher seit der Eröffnung 2017: 29,5 Millionen. Die Hamburger Elbphilharmonie ist tatsächlich eine Art Freiheitsstatue geworden, wie Ole von Beust, damals Bürgermeister, bei der Grundsteinlegung vor 20 Jahren hoffte.
6600 Veranstaltungen zählt die „Elphi“ seit 2017, sie stehen für Vielfalt, Neugier, Offenheit. Und das bei hoher Qualität, auf die Generalintendant Christoph Lieben-Seutter bei den eigenen Programmen ebenso Wert legt, wie er sich bei den Vermietungen als Gatekeeper versteht, für den Großen und den Kleinen Saal wie für die traditionsreiche Laeiszhalle. Die Auslastung? Liegt immer noch bei 97 Prozent.
„Die Elbphilharmonie hat dank der Zacken auf dem Dach etwas von einer Krone. So gesehen setzt sie Hamburg die Krone auf“, sagt der Intendant zur ikonischen Architektur von Herzog & de Meuron an der Schnittstelle von Stadt und Hafen. Der Bau sei zum Wahrzeichen geworden, „er hat das Selbstwertgefühl der Hamburger verändert“.
7,4 Millionen Konzertbesucher seit 2017
Wer einmal durch die Tube, sprich: über die Rolltreppe ins Foyer voller Wow-Ausblicke nach oben geschwebt ist, versteht das. Vergessen der Ärger über die Kostenexplosion (finale Baukosten: 866 Millionen Euro), auch die Kritik an der gnadenlos glasklaren Akustik im steilen Rund des Großen Saals ist verstummt. Der Zoff mit Startenor Jonas Kaufmann, der 2019 bei Mahlers „Lied von der Erde“ schlecht zu hören war, ist als werbeträchtiger Aufreger in die Annalen eingegangen.

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Beim Geburtstagskonzert am 11. Januar verschwindet das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Alan Gilbert nach der Beethoven-Ouvertüre „Weihe des Hauses“ und John Adams‘ Meisterwerk „Harmonielehre“. „Wir können auch laut, deshalb gibt’s im zweiten Teil eine Party“, sagt Lieben-Seutter. Mit Meute, der Hamburger Techno-Brassband, die schon bei der Plaza-Eröffnung musizierend die Rolltreppe hochfuhr. „Sie spielte auch auf dem Dach, eins der meistgeklickten Youtube-Videos über die Elbphilharmonie.“