Kunstblut und ordentlich Bass: Das sind die besten Halloween-Partys in Berlin
Für dieses schaurige Thema haben wir extra eine Umfrage im Büro gemacht: Halloween – Hass oder Liebe? Das selbstverständlich valide Ergebnis (vier Teilnehmende) deutet eine Generationenkluft an: Kollegen und Kolleginnen Ü50 finden das Event in der Tendenz „sauer“, Jüngere „süß“.
Aber weil man dem Treiben so oder so nicht entkommt, ob im Supermarkt oder weil es dauernd an der Tür klingelt, kommt hier ein solider Party-Überblick – der vielleicht sogar Halloween-Muffel animiert. Ein verzaubertes Halloween wünscht Team Ticket!
1 Totentanz: Día de los Muertos

© Holzmarkt 25
Im Tod sind alle gleich! Das verkörpert unvergleichlich La Catrina, die elegante mexikanische Skelettdame, ursprünglich um 1910 vom Grafiker José Guadalupe Posada entworfen als Satire auf die Oberschicht, die europäischen Moden nacheiferte und die eigenen Traditionen vernachlässigte.
Jetzt dient La Catrina als Inspo für eine angemessene Verkleidung zum Día de los Muertos Festival mit viel Musik, Workshops und Streetfood auf dem Holzmarkt-Gelände, aber auch beim Cumbia Fest. Live sind dort endlich mal wieder Kumbia Boruka dabei, die kolumbianische Cumbia mit Reggae, Dub, Tropical und Psychedelic mixen. (ipa)
2 Dunkle Parallelwelt: House of Horror

© inhouse /Aquahöfe
Eine Nacht lang finden hier allerlei geisterhafte Gestalten, Untote und verlorene Seelen einen Zufluchtsort. Die musikalische Versorgung umfasst ein Buffet aus treibendem House, pulsierendem Techno und – Spaß muss sein – tanzbaren Radio- und Mainstream-Beats.
Auch außerhalb der Tanzfläche ist man bestens versorgt: Shows und Performances sorgen für ein spooky Spektakel, und schaurig inszenierte Räume laden ein, sich in der Dunkelheit zu verlieren.
Zugegebenermaßen ist „House of Horror“ vielleicht nicht die ideale Party für das breite Spektrum an Halloween-Skeptikerinnen, Angsthasen und Horror-Muffeln. Echte Kenner hingegen sind hier definitiv an der richtigen Adresse. Pünktlich zum Höhepunkt der Spooky Season verwandelt sich der historische Fabrikkomplex, in dem die Aqua-Höfe liegen, in eine dunkle Parallelwelt.
Verkleidungen sind laut Veranstalter nicht Pflicht, lohnen sich aber (Willkommensgeschenk und Wettbewerbspreis lassen grüßen). Ach ja, unter die Feiernden mischen sich die einen oder anderen Scare-Acts – seid auf der Hut! (aba)
3 Feministisch feiern: Dolloween
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© IMAGO/Zoonar/IMAGO/Zoonar.com/Knut Niehus
Eingefleischte „Twilight“-Fans wissen die Filmreihe als kultiges Popkultur-Gold zu schätzen. Vor allem der erste Teil schürt nicht nur wunderbare Nullerjahre-Nostalgie, sondern liefert auch einen ikonischen Indie-Soundtrack.
Bei der Twilight-Party im Lido schallen absolute Banger wie „Eyes on Fire“ von Blue Foundation, ergänzt durch Emo und Dark Pop, durch die mit reichlich Kunstnebel befüllten Räume.
Die Kostümwahl liegt auf der Hand: rote Kontaktlinsen plus Glitzer von Kopf bis Fuß („This is the skin of a killer, Bella“). Oder, als Hommage an den eigentlichen Publikumsliebling (Charlie!): Schnauzer und Flanellhemd. (aba)
5 Ganz schön gothic: Dark Masquerade Party

© Kitty Kleist-Heinrich TSP
Was wäre die ideale Location für „eine der größten Gothic-Partys in Berlin“? Natürlich eine gotische Kirche! Und da die wenigen „echten“ gotischen Kirchen in Berlin für einen vermutlich tanzbaren Mix aus „Gothic, EBM/Industrial und Mittelalterrock“ nicht zur Verfügung stehen, tut es auch die Heilig-Kreuz-Kirche am Halleschen Tor.
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Das neogotische Backsteingemäuer aus dem späten 19. Jahrhundert mit seiner beeindruckenden Vierungskuppel bietet ein stilvolles Ambiente für die Verkleidungsfantasien einer in Berlin seit Jahrzehnten lebendigen Subkultur-Szene. (wun)
6 Filmische Einstimmung: Horror Horror

© Olivia Erlanger / Soft Opening
Was wäre Halloween ohne die passende filmische Untermalung? Horror übt auf Künstler und Künstlerinnen seit jeher eine ganz besondere Faszination aus. Wie kein anderes Genre erlaubt es, sich latenten Ängsten zu nähern oder gesellschaftliche Gräuel in greifbarere Monster zu übersetzen.
Die Filmreihe „Horror Horror“ widmet sich Filmschaffenden, die Horror als Experimentierfeld nutzen. Gezeigt werden drei Kurzfilme, die einen Bogen von avantgardistischem Stummfilm-Horror („Meshes of the Afternoon“, 1943) über kontemporären Sci-Fi-Grusel (Foto: „Appliance“, Olivia Erlanger, 2024) bis hin zur hyperrealistischen Animation („La Gola“, Diego Marcon, 2024) spannen. Horror hoch drei! (aba)
7 Dracula – Blutige Anfänger