Todeswunsch freier Wille?: Sterbehilfe: Prozess gegen 75-jährigen Arzt beginnt

In Potsdam beginnt am Dienstag (9.00 Uhr) am Landgericht ein Prozess gegen einen 75-jährigen Arzt wegen Sterbehilfe. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Totschlag vor, hieß es von einer Gerichtssprecherin. Er soll einer 39-jährigen Frau im Jahr 2021 einen Zugang für ein tödlich wirkendes Narkosemittel gelegt haben. Die Frau habe “in Kenntnis der tödlichen Wirkung selbstständig die Infusion in Gang gesetzt”, um sich selbst zu töten.
Tatsächlich starb die Frau. Dem Arzt wird nun entgegengehalten, dass die Frau “an einer neurokognitiven Störung mit wahnhaften Symptomen und einer erheblichen Störung der Realitätskontrolle gelitten” habe. Dadurch habe sie ihren Willen zum Suizid nicht frei verantwortlich bilden können. Der Arzt ist bereits 2024 vom Landgericht Berlin wegen Sterbehilfe zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt worden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de