Nach dem Rücktritt der Kultursenatorin: Das Geld liegt bereit, aber wer soll es jetzt beantragen?

Fünfzehn Prozent wurden im vorvergangenen Jahr von den „Kultur- und Kreativwirtschaften“ (so lautet der ärgerliche Begriff nun mal – als wenn eine gute Bäckerin weniger kreativ wäre als ein Digital-Verleger) zum Bruttosozialprodukt Berlins beigetragen. Ohne Theater, Opern, Konzerte aller Art, Museen, Ausstellungen, auch ohne den Tourismus, der an ihnen hängt, ohne die Bibliotheken, Universitäten, Forschungsinstitute – ohne diese „Kultur- und Kreativwirtschaften“ wäre Berlin heute wirtschaftlich allenfalls Mittelpotenz. Wenn überhaupt.