İlker Çatak auf der Berlinale: Politische Repressalien können uns alle treffen

İlker Çatak ist sich seiner privilegierten Position bewusst. Mit jedem Besuch in der Türkei, wo er um die Jahrtausendwende an einer Istanbuler Universität das Abitur machte, wird der deutsche Filmemacher wieder daran erinnert, dass man es als Künstler hierzulande eigentlich recht bequem hat. Dass man, zum Beispiel, die Politik seiner Regierung kritisieren darf, ohne dafür eine Gefängnisstrafe zu riskieren. Aber Bequemlichkeit ist auch der Tod der Kunst, und die Gewissheiten einer liberalen Demokratie können sich schnell als trügerische Illusion entpuppen. Dazu muss man gerade nur in die USA schauen.