„Unsere Unabhängigkeit wurde bestätigt!“: Berlinale-Chefin Tricia Tuttle sieht Filmfestival nicht beschädigt

Festivalleiterin Tricia Tuttle sieht die Berlinale durch die Diskussionen über den Umgang mit dem Nahostkonflikt und die Zukunft der Veranstaltung nicht beschädigt. „Unsere Unabhängigkeit wurde bestätigt!“, sagte Truttle im Interview mit dem RBB am Donnerstag.

Der Aufsichtsrat der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH (KBB) hatte am Mittwoch gemeinsam mit Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) entschieden, an Tuttle festzuhalten. Zudem wurden Empfehlungen für die künftige Entwicklung des Festivals ausgesprochen.

Dass der Aufsichtsrat der KBB die Unabhängigkeit des Festivals gestärkt habe, sei ausschlaggebend für ihre Entscheidung gewesen, die Leitung der Berlinale auch in Zukunft zu übernehmen, sagte Tuttle.

Tuttle betonte gegenüber dem RBB abermals, dass der Aufsichtsrat Empfehlungen gegeben habe, keine Vorgaben. Man freue sich über das Feedback, schaue sich dieses an und entscheide dann folgende Schritte.

Die „Bild“-Zeitung hatte einige Tage nach Ende des Filmfestivals berichtet, Tuttle solle abberufen werden. Hintergrund war der Umgang mit dem Nahostkonflikt während des Festivals im Februar. Nachdem Weimer eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung für vergangenen Donnerstag einberufen hatte, formierte sich in der Kulturbranche breiter Protest.