Fußball-WM: Wende bei WM: Irans Profis dürfen in den USA übernachten

Die iranischen Fußballer dürfen bei der WM in Amerika doch in den USA übernachten. Dies bestätigte der iranische Verband am Tag der Auftaktpartie gegen Neuseeland der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich war geplant, dass das Team um Angreifer Mehdi Taremi erst am Spieltag in die USA reist und direkt nach dem Spiel wieder ins Teamquartier ins mexikanische Tijuana zurückreist.
Möglicherweise hat der Abschluss eines Abkommens zwischen den USA und dem Iran geholfen, den Krieg zwischen beiden Ländern zu beenden. Nach wochenlangen Verhandlungen einigten sich beide Staaten am Sonntag auf eine vorläufige Übereinkunft.
Die iranische Mannschaft flog nun bereits am Vortag nach Inglewood, wo am Dienstag (3.00 Uhr) das erste WM-Spiel gegen Neuseeland steigt. Zur Pressekonferenz vor der Partie kamen Taremi und Trainer Amir Ghalenoei leicht verspätet. „Es war nicht unsere Schuld. Wir haben Tijuana um 10.00 Uhr verlassen und sind um 15.00 Uhr abgeflogen“, berichtete Taremi. Die beiden Städte sind in etwa so weit voneinander entfernt wie Stuttgart und München.
Irans Spieler beim Aussteigen aus dem Flugzeug fotografiert
Entgegen der ursprünglichen Absprachen war das Team schon einen Tag vor dem Anpfiff geschlossen in die USA eingereist. Der iranische Verband verbreitete Fotos seiner Fußballer beim Aussteigen aus einem Flugzeug. Infolge des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte Iran sein WM-Quartier aus Arizona nach Mexiko verlegt.
„Natürlich betrifft uns das“, sagte Trainer Ghalenoei. „Ich möchte den guten Menschen in Mexiko danken. Aber wir Iraner sind es gewohnt, aus Schwierigkeiten Chancen zu machen, und wir denken an nichts anderes, als den Menschen Freude zu bereiten.“
Das zweite Vorrundenspiel gegen Belgien findet ebenfalls in Inglewood statt, bevor der Gruppenabschluss in Seattle gegen Ägypten steigt. Auch für diese Partien sollen Irans Profis am Vortag in den Spielort reisen. Eine brisante Konstellation ist im Sechzehntelfinale möglich: Werden der Iran und die USA jeweils Gruppenzweiter, käme es im texanischen Arlington zum direkten Duell.
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