80 Jahre Lucky Luke: Große Jubiläumsausstellung in Berlin
Er ist einer der beliebtesten Comic-Helden Europas. Jetzt wird Lucky Luke und seinem Erfinder eine große Ausstellung gewidmet, die ab Anfang Oktober im Museum für Kommunikation in Berlin zu sehen ist. Das kündigte das Museum am Donnerstag an.
Die Comic-Reihe „Lucky Luke“ wurde 1946 von dem Belgier Maurice de Bevere alias Morris geschaffen und viele Jahre lang von ihm zusammen mit dem französischen Szenaristen René Goscinny geprägt. Seit 2003 wird die Reihe, die nach „Asterix“ zu den kommerziell erfolgreichsten Alben-Serien Europas gehört, vom französischen Zeichner Achdé mit wechselnden Szenaristen im Stil von Morris fortgeführt.
In Berlin sollen nun ab dem 2. Oktober 2026 unter dem Titel „Lucky Luke. Morris’ einsamer Westernheld“ rund 80 originale Comicseiten und Coverzeichnungen von Morris zu sehen sein. Die bis zum 28. März 2027 laufende Schau ist laut Ankündigung die größte ihrer Art, die je in Deutschland zu sehen war. Eine kleinere Schau mit Leihgaben aus Privatbesitz war zuvor im Winter 2025/2026 im Schauraum Comic + Cartoon Dortmund gezeigt worden.

© AFP/Dimitar Dilkoff
Als Co-Kurator fungiert erneut der Berliner Comiczeichner Flix, der einige Jahre auch für den Tagesspiegel gearbeitet hat. Er hatte bereits im vergangenen Jahr eine Ausstellung mit Originalzeichnungen von Asterix-Zeichner Albert Uderzo zusammen mit dessen Tochter kuratiert. Die Lucky-Luke-Ausstellung kuratiert Flix zusammen mit Dietrich Wolf Fenner, Leiter Ausstellungen, Bildung und Kommunikation im Museum für Kommunikation.
Flix hat kürzlich eine von ihm geschriebene und von Reinhard Kleist gezeichnete Lucky-Luke-Hommage als Album veröffentlicht: „Die Grimm Brothers“. Lucky Luke war einer der franko-belgischen Comics, die er als Kind gelesen und geliebt habe, sagte Flix dem Tagesspiegel aus Anlass der Album-Veröffentlichung. Die Reihe habe sein Verständnis der Kunstform Comic entscheidend geprägt: „Wie man damit Geschichten erzählt. Und wie Timing funktioniert. Darin ist Morris groß.“
„Die Ausstellung eröffnet faszinierende Einblicke in die Entstehung und Entwicklung einer der erfolgreichsten Comicserien der Welt“, kündigt das Museum für Kommunikation an. Die große Hommage sei nur dank der großzügigen Unterstützung und Begleitung der Familie Morris möglich.