Spielfilmtipps zum Wochenende: Ist Angelina Jolie wirklich die böse Fee?

Die Sommerferien gehen zu Ende, das TV-Programm zieht an, der große Blockbuster fehlt aber noch an diesem Wochenende. Für den XXL-Bildschirm empfiehlt sich ein bildgewaltiger Marvel-Film am Sonntagabend.

1 Der Exorzismus von Emily Rose (Samstag, ZDFneo, 20:15 Uhr)

Pfarrer Moore wird wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht gestellt. Er soll durch den Exorzismus an der 19-jährigen Studentin Emily Rose fahrlässig deren Tod verursacht haben.

Vor Gericht erzählt er die Geschichte von Emily Rose, während seine Verteidigerin Erin Brunner zunehmend mysteriöse Erlebnisse hat.

Teufelsaustreibung, Gänsehaut und Schockeffekte: Der Mystery-Horror-Thriller mit Tom Wilkinson und Laura Linney, der auf einer wahren Geschichte basiert, kommt natürlich nicht an den Horror-Klassiker „Der Exorzist“ von William Friedkin (1973) heran, ist aber eine clevere Mischung aus Gerichtsdrama und Horrorfilm.

Und hat eine spannende Grundfrage: Kann sich eine säkulare Einrichtung wie das Gericht, das auf Beweise aufbaut, mit dem Glauben befassen, auch der Rolle der Kirche?

2 Maleficent: Mächte der Finsternis (Samstag, Pro7, 20:15 Uhr)

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Der Parodie-Sänger „Weird“ Al Yankovic (Daniel Radcliffe) wird in die Notaufnahme eines Krankenhauses eingeliefert, dem Tode nahe. Wiederbelebungsversuche misslingen.

Kurz bevor das medizinische Personal „Feierabend“ macht, setzt sich Al auf und sagt, dass er noch etwas Dringendes zu erledigen hat. Es folgt ein Rückblick in seine Kindheit und damit zur Geburtsstunde einer kommenden Legende mit Afro-Look und Hawaii-Hemden, in der Madonna eine überraschende Rolle einnimmt und Musikparodien nicht zu kurz kommen.

Absurd-abgedrehte Biopic-Parodie mit Daniel Radcliffe („Harry Potter“) über den US-amerikanischen Musiker und Parodisten Weird Al Yankovic. Auch gelungen, weil es typische Musik-Biopics mit den Fakten tatsächlich oft nicht allzu genau nehmen.

4 Black Panther: Wakanda Forever (Sonntag, Pro7, 20:15 Uhr)

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Gloria (Julianne Moore), temperamentvolle Best-Agerin und seit 14 Jahren glücklich geschieden, kann mit ihrem Leben zufrieden sein. Zu ihren erwachsenen Kindern hat sie ein gutes Verhältnis. Ihr Job bei einer Versicherungsgesellschaft lässt genügend Zeit, um tanzen zu gehen. Und doch fehlt irgendetwas.

Wärst du Wasser, wäre ich ein Glas. Wärst du ein Fuß, wäre ich eine Socke.

Arnold (John Turturro) zu Gloria (Julianne Moore) in „Gloria – Das Leben wartet nicht“

Als Gloria Arnold (John Turturro) bei einer Ü50-Discoparty kennenlernt, werden bei ihr längst verloren geglaubte Gefühle neu entfacht. Aus einem etwas unbeholfenen One-Night-Stand wird eine Affäre – und schon bald etwas mehr….

Regisseur Sebastián Lelio begeisterte 2013 mit seiner Tragikomödie „Gloria“, für die Hauptdarstellerin Paulina García mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. In Hollywood bekam der vielfach ausgezeichnete chilenische Filmemacher fünf Jahre später die Gelegenheit, das Remake mit Julianne Moore und John Turturro zu inszenieren.

Auch wenn das spanische Original vielleicht einen Ticken glaubhafter, unglatter wirkt: Julianne Moore ist in allen Lebenslagen genial.