Miroslav Klose wurde abgelöst: Lionel Messi ist nach Doppelpack gegen Österreich alleiniger WM-Rekordtorschütze

Erst Elfmeter verschossen, dann historischen Meilenstein gesetzt: Ausnahmekönner Lionel Messi hat Argentinien vorzeitig in die K.-o.-Runde geschossen und Miroslav Klose als WM-Rekordtorschützen abgelöst. Zwei Tage vor seinem 39. Geburtstag trumpfte Messi wieder groß auf und war mit einem Doppelpack (38. Minute, 90.+5) beim 2:0 (1:0) im zweiten Gruppenspiel gegen Österreich erneut umjubelter Matchwinner des Weltmeisters. 

Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!

Miroslav Klose

Mit seinen Treffern Nummer 17 und 18 bei Fußball-Weltmeisterschaften überholte der Offensivstar den deutschen Ex-Weltmeister Klose um zwei Tore. „Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“, sagte Klose in einer schnellen Reaktion darauf.

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Elfmeter schoss Lionel Messi bei Weltmeisterschaften, drei davon verschoss er.

Die Bestmarke hätte Messi vor 70.649 Zuschauern im Dallas-Stadion auch schon früher haben können, doch in der 9. Minute verschoss er einen Foulelfmeter – und das für seine Verhältnisse fast schon dilettantisch. Der Ball ging etwa einen halben Meter am Pfosten vorbei.

Laut des Datenanbieters Opta ist Messi nun der Spieler mit den meisten Elfmeterversuchen (7) sowie vergebenen Elfmetern (3) in der WM-Geschichte – ohne Elfmetterschießen.

Sein Rekordtor feierte Messi knapp 30 Minuten später ausgiebig mit den Teamkollegen an der Eckfahne. Zum WM-Start gegen Algerien hatte er einen Hattrick erzielt. Persönlich macht der Superstar aktuell keine einfache Zeit durch. Sein Vater Jorge hat große gesundheitliche Probleme, in einer Sendung des argentinischen Streamingdienstes Luzu TV war der 68-Jährige sogar fälschlicherweise schon für tot erklärt worden. 

Argentinien tritt zum Gruppenabschluss am kommenden Sonntag (4 Uhr MESZ) gegen Jordanien erneut im Dallas-Stadion an. Zur selben Zeit spielt Österreich im Kansas-City-Stadion gegen Algerien. 

Strafstoß nach Videobeweis

Das Spiel begann eigentlich wie gemalt für Messi: Nachdem Xaver Schlager und Stefan Posch den Argentinier Lautaro Martínez im Strafraum in die Zange genommen und von den Beinen geholt hatten, zeigte der Schiedsrichter nach Videobeweis doch noch auf den Punkt. Doch ausgerechnet bei der vermeintlich einfachsten Torchance versagten Messi die Nerven. 

Danach schlug er die Hände vors Gesicht und schüttelte ungläubig den Kopf. Ein böses Omen muss das für Argentinien nicht sein: Auch beim WM-Triumph 2022 hatte Messi im Turnierverlauf gegen Polen einen Elfmeter verschossen.

Alaba verhindert zwei weitere Messi-Tore 

Bei Messis zweiter Chance kam ihm David Alaba in die Quere. Der Ex-Bundesligaprofi spitzelte dem Argentinier gerade noch so den Ball vom Fuß und hätte dabei fast ein Eigentor erzielt (19.). Doch Österreichs Torwart Alexander Schlager rettete. 13 Minuten später war erneut Alaba zur Stelle, als er einen gefährlichen Schuss von Messi blockte. 

Doch dann konnte nichts und niemand Messi stoppen: Nach einer schönen Hereingabe von Linksaußen durch Facundo Medina vollendete Messi mit seinem linken Zauberfuß in gewohnter Torjäger-Manier.

Österreichs Trainer Ralf Rangnick hatte vor der Partie gefordert, seine Mannschaft müsse gegen Messi zeigen, „dass wir eine der besten Mannschaften bei dieser WM sind“. Doch den Superstar bekamen die Österreicher nie so richtig in den Griff. Auch mit dem Pressing waren sie nicht so erfolgreich wie erhofft, auch wenn der Dortmunder Marcel Sabitzer vor Messis Tor sogar die Chance zur Führung (23.) hatte. 

Sabitzer eröffnete nach dem Seitenwechsel auch die erhoffte Aufholjagd des Außenseiters. Seinen Freistoß konnte Argentiniens Torwart Emiliano Martínez aber mit einer spektakulären Flugeinlage parieren. Die Österreicher hatten in der zweiten Halbzeit mehr Ballbesitz, Argentinien lauerte noch mehr auf Konter. Nicólas Gonzalez verpasste per Kopf nach einer Messi-Ecke knapp das 2:0 (73.). In der Nachspielzeit machte Superstar Messi alles klar. (dpa)