Aldous Harding, Broken Social Scene, The Haunted Youth, Neil Diamond: Die Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Musikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche in der Sendung „Soundcheck“ bei Radio eins vor. Diese Woche mit den folgenden Platten:
Broken Social Scene: „Remember The Humans“ (City Slang)
Seit fast dreißig Jahren ist das kanadische Kollektiv um Brendan Canning nun schon unterwegs. Kommerzielle Anreize dürften nie eine Rolle gespielt haben, vielmehr die Lust am gemeinsamen Musizieren. Und so finden sich auf der neuen Platte kein Futter für die Classic-Indie-Stimmungsplaylist, sondern Lieder, die aufmerksam gehört werden wollen. Für „Remember The Humans“ kehrten alte Mitglieder wie Feist und Hannah Georgas in die Herde zurück, ebenso die fabelhafte Lisa Lobsinger. Canning sagt, dieses Album sei auch ein Statement gegen KI. Man kann das alles altmodisch finden. Oder einfach nur genießen. Andreas Müller, Moderator
Neil Diamond: „Wild At Heart” (Universal Music)
Mit 85 ist er eine der letzten lebenden Großautoritäten des US-Songs. Neil Diamond, New Yorker Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie, hat unzählige Monumente und Schnulzen geschrieben, wurde zum Elvis für die Post-Beat-Generation. Aus den Sessions mit Starflüsterer Rick Rubin, aus denen zuletzt zwei Alben entstanden, gibt es hier einen Nachschlag aus Überbleibseln. Spürbar nicht die erste Wahl, aber immer noch besser und souveräner als der Output von 90 Prozent der heutigen Gitarrenbartträger. Joachim Hentschel, Musikjournalist
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The Haunted Youth: „Boys Cry Too“ (PIAS)
Let’s face it: Die Röhrenjeans von damals passen nicht mehr. Grund für den Selbstversuch war das neue Album von The Haunted Youth. Die Platte der belgischen Gruppe um Frontmann Joachim Liebens klingt nämlich wie ein Best-of der späten Nuller- und frühen Zehnerjahre: die Gitarren von DIIV, die Stimme von Youth Lagoon, die ruhigen Momente von den Beach Fossils. Zweifelsohne prächtige Referenzen aus der Indie-Nische. Aber, siehe oben, lässt sich die Zeit zurückdrehen? Christoph Reimann, Musikjournalist
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