Traurige Saurier oder für immer jung? Guns N’ Roses: Diese Konzerte in Berlin sollten Sie nicht verpassen
Außerdem für Sie ausgewählt: eine familiäre Viererbande, ein singendes Fragezeichen, die Bösen Buben des Nu Metal und New-Wave-Aliens aus Georgia. Und für alle Indie- und Britpop-Fans: das Jubiläum einer Berliner Veranstalterlegende. Dies sind unsere Konzertempfehlungen für die kommende Woche.
1 Kings of Leon

© Trinity/Promo
Die Kings of Leon, gegründet 1999 in der Country-Hochburg Tennessee und bestehend aus den Brüdern Caleb, Nathan und Jared Followill sowie ihrem Vetter Matthew, sind vermutlich das populärste Rock-Familienunternehmen der Gegenwart.
Ganz im Gegensatz zu ihren kalifornischen Urahnen, den Beach Boys, ebenfalls drei Brüder und ein Cousin (plus Nachbar), kommen sie offenbar ohne Zank und Zerwürfnisse aus.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.
Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.
© IMAGO/Gonzales Photo/Tilman Jentzsch
Die Neunzigerjahre in Berlin waren keine Techno-Monokultur. Indierock, vor allem britischer Herkunft, trug zur Herausbildung einer eigenen Berliner Eventkultur bei.
Einer der wichtigsten Protagonisten war dabei der Karrera Klub, der 1996 von drei in Berlin gestrandeten Pop-Nerds als Veranstaltungsplattform für Konzerte und Partys gegründet wurde.
Spencer, Christian und Tim hatten das richtige Gespür, dass nach den Britpop-Triumphen von Oasis, Blur und Pulp junge, hungrige Bands (nicht nur) aus dem Vereinigten Königreich in den Startlöchern stehen würden.
Spencer und Co. holten etliche Acts zum ersten Mal nach Berlin, die später groß wurden. Bei Karrera-Klub-Events traten Franz Ferdinand und The Killers im Roten Salon auf, MGMT im Lido und die Arctic Monkeys im winzigen Mudd Club.
Arcade Fire und The Libertines spielten im alten Magnet in der Greifswalder Straße, die Kings of Leon im heutigen Columbia Theater, Mumford & Sons im Rosi’s. Angeblich hatte sogar eine gewisse Adele ihren ersten Deutschlandauftritt bei Karreras.
Karrera-Mastermind Spencer, der sich 2019 als Konzertveranstalter zurückgezogen hat, gab im Interview mit dem „Tip“ zu Protokoll: „Im heutigen Umfeld wäre das nicht mehr möglich. Wir hatten das Glück und waren zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort.“
Der 30. Geburtstag des Karrera Klubs in Form eines klassischen Weekenders mit Konzerten und DJ-Sets ist keine Wiederbelebung der sanft entschlafenen Indierock-Institution. Sondern eher ein nostalgisches Reenactment für alte und neue Fans.
Beim Booking der sieben Live-Acts half der tadellose Ruf. Alte Weggefährten wie die Shout Out Louds, eine der erfolgreichsten schwedischen Indie-Bands, oder Maxïmo Park, deren Debütalbum als Schlüsselwerk des Postpunk-Revivals der Nullerjahre gilt, zeigen Dankbarkeit: Sie wurden vom Karrera Klub gefördert, als sie hier noch keiner kannte.
Außerdem treten The Frank & Walters auf, irische Indie-Urgesteine und Karrera-Klub-Stammgäste, zu deren illusterer Bandhistorie gehört, dass ein gewisser Noel Gallagher mal ihr Roadie war.
Oasis und andere Britpop-Giganten werden während der zweitägigen Sause nur von Platte zu hören sein. Das gehört dazu: Wer zu groß wird, ist kein Fall für den Karrera Klub.
3 Aldous Harding

Auch ihre neuen Stücke transportieren diesen extraterrestrischen Vibe, der sie, neben ihrer US-Kollegin Weyes Blood, zur faszinierendsten Figur im zeitgenössischen Songwriter-Pop macht.
4 Guns N’ Roses

Trotzdem wird jedes Lebenszeichen dieser Band, die vor circa 35 Jahren mal als größte der Welt galt, gefeiert. Und da Axl Rose nach längerem Rockstar-Siechtum mit 64 wirkt wie aus dem Jungbrunnen gezogen, darf man der Tour der Hardrock-Dinosaurier mit Spannung entgegenfiebern.
5 Limp Bizkit

© imago images/POP-EYE
The Residents, Sparks, Devo, Pere Ubu: Ende der Siebziger gab es im US-Underground diverse Bands mit ausgeprägten Auffälligkeiten. Die erfolgreichsten dieser Sonderlinge waren The B-52s aus Athens, Georgia.
Die nach einem Langstreckenbomber benannte Gruppe verschmolz sture Rockabilly-Rhythmen mit melodischer Girlgroup-Euphorie (die sich in den Bienenkorbfrisuren von Kate Pierson und Cindy Wilson spiegelte), zickigen Wave-Gitarren und einem Faible für Science-Fiction-Trash
Mit ihren New-Wave-Evergreens „Rock Lobster“ und „Planet Claire“, beide 1979 auf dem stilprägenden Debütalbum erschienen, schufen The B-52s manischen Milchstraßen-Pop für irdische Aliens.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden.
Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können.