Nach Pleite in WM-Quali: Technischer Direktor: Maldini soll Italiens Krise beenden

Italiens Fußball will mit einem seiner großen Stars früherer Jahre, dem ehemaligen Vize-Weltmeister Paolo Maldini, aus der Krise kommen. Der einstige Weltklasse-Abwehrspieler des AC Mailand übernimmt bei Verband und Nationalmannschaft das Amt des Technischen Direktors. Der vierfache Weltmeister Italien hatte dieses Jahr zum dritten Mal hintereinander die Qualifikation zur WM verpasst – für das fußballbegeisterte Land ein Debakel.

Über die Personalie Maldini war in den vergangenen Tagen bereits viel spekuliert worden. Als Berater holte sich der heute 58-Jährige überraschend den brasilianischen Weltmeister Leonardo (56) an die Seite, wie der nationale Fußballverband FIGC mitteilte. Die beiden hatten mehrere Jahre lange zusammen beim AC Mailand gespielt. Leonardo hat auch die italienische Staatsbürgerschaft. Die Position des künftigen Nationaltrainers ist noch offen.

Conte und Mancini Favoriten für Trainerposten

Maldini gewann in seiner langen Vereinskarriere fünfmal die Champions League respektive den Pokal der Landesmeister. Siebenmal wurde er mit dem AC Mailand Meister der Serie A. Bei der WM 1994 stand er in dem Team, das im Finale gegen Brasilien verlor. Auf Seiten der Brasilianer war damals Leonardo aktiv, der im Endspiel aber nicht zum Einsatz kam. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere war Maldini 2019 bis 2023 in Mailand Technischer Direktor. 

Als Favoriten auf den Trainerposten gelten Antonio Conte (56) und Roberto Mancini (61), die beide schon einmal Nationaltrainer waren und aktuell ohne Anstellung sind. Wegen der verpassten WM-Qualifikation mussten Nationaltrainer Gennaro Gattuso und Auswahl-Teamkoordinator Gianluigi Buffon dieses Jahr gehen. Von 1996 bis 1998 trainierte übrigens Maldinis Vater Cesare Maldini (1932-2016) die Squadra Azzurra.

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