Literatur aus der Ukraine: „Ich nenne dieses Buch eine antikoloniale Bombe“

Beide wurden nicht einmal fünfzig Jahre alt, doch für die ukrainische Literatur sind sie unsterblich: die früh an Tuberkulose erkrankte Kosmopolitin Lesja Ukrajinka, die auf dem ukrainischen 200-Hrywnia-Geldschein abgebildet ist, und der Schriftsteller und bildende Künstler Taras Schewtschenko. Nun zieren ihre Porträts die ersten zwei Bände der „Ukrainischen Bibliothek“ des Wallstein Verlags. Denn auf Deutsch gelesen wird das literarische Erbe des osteuropäischen Landes mangels aktueller Übersetzungen kaum.