Gratis macht glücklich: 7 Berliner Kultur-Tipps, die einen (fast) umsonst in den Frühling bringen
Na, wie läuft’s bei Ihnen, in puncto Leben, Liebe, Glück? Macht die „schönste Zeit des Jahres“ Druck? Wir fragen für einen Freund, denn hier in der kleinen Ticket-Redaktion kommen wir vor lauter Frühlings- und Lebensglück kaum zum Arbeiten…
Natürlich haben wir trotzdem wieder einiges aus der Berliner Kultur für Sie zuammengesammelt. Dieses Mal ein paar Tipps, mit denen man kostenlos oder günstig in den Frühling tänzeln kann. Sonne im Gesicht wünscht das Ticket-Team!
1 Ferien im Museum

© dpa/Soeren Stache
Frische Kunst: Donnerstags kann man von 16 Uhr bis zur Schließung kostenlos in die Neue Nationalgalerie (ab April leider nur noch am jeweils ersten Donnerstag im Monat). Eine feine Gelegenheit, sich die neue Ausstellung anzusehen, die schlicht „Brancusi“ betitelt ist.
Neben seinen hochpolierten Hauptwerken wie „Der Kuss“, „Vogel im Raum“ oder „Schlafende Muse“ (Foto) zeigt die Schau das extra in Paris ab- und in Berlin aufgebaute Atelier des rumänisch-französischen Bildhauers.
Und da am Wochenende die Osterferien starten: Unter dem leicht ketzerischen Motto „Skulptural, ideal?!“ gibt es am Sa/So (28./29.3.) den ganzen Nachmittag lang einen kostenfreien Drop-in-Workshop für Familien und junge Erwachsene.
Thema: Wie kann eine neue Form der Skulptur aussehen? Und was löst sie aus? Man kann sich von Brancusi inspirieren lassen und einen eigenen Kuss oder Vogel (oder was ganz anderes) aus Modelliermasse gestalten.
Nächste Woche (Do, 2.4.) gibt es dann den Workshop „Brancusi Beats (16-20 Uhr, auch gratis), denn der Bildhauer hat sich intensiv mit der Musik seiner Zeit auseinandergesetzt. Außerdem: ab Sa (28.3.) bis 12.4. zahlreiche weitere Ferienangebote in Häusern der Staatlichen Museen. (ans)
2 Den Frühling versüßen

© Bjarne Meisel
Ein entspannter Urlaub an der Ostsee unter Freunden sollte es werden: zwei befreundete Paare und Ola, die zum ersten Mal dabei ist. Doch dann eskaliert die Situation, und es stellen sich die Fragen: Wie befreit man sich aus einer toxischen Beziehung? Wann muss man sich in die Beziehungen seiner Freundinnen einmischen? Und ab wann trägt man Mitschuld durch das Wegschauen?
Darüber schreibt Bianca Nawrath, die auch als Schauspielerin bekannt ist, in ihrem Roman „Schöne Scham“. Die Lesung wird moderiert von der Autorin Judith Poznan. (ero)
4 Cineastisches Warmdribbeln

© AFP/ULISES RUIZ
Es hat schon größere Vorfreude auf eine Fußball-WM gegeben als in diesem Jahr. Dass das Turnier in den USA stattfindet, unter der Präsidentschaft von Donald Trump, lässt nichts Gutes erahnen.
Auch Co-Gastgeber Mexiko steht unter keinem guten Stern. Im Februar löste dort die Tötung des mächtigsten Kartellbosses eine Welle der Gewalt aus. Die organisierte Kriminalität gehört zu den größten Wirtschaftszweigen in Mexiko. Mehr als 130.000 Menschen gelten als „verschwunden“.
Beim 11-mm-Filmfestival (26.-30.3.) diskutieren Autor Ronny Blaschke und der Politologe Luis Mejía über die Frage: Sind WM-Spiele in Mexiko angemessen und sicher? (meh)
5 Archäologie des Alltags

© imago/Schöning/IMAGO/Schoening
Umsonst ist auf Flohmärkten naturgemäß wenig. Schließlich stehen die Händler nicht zum Spaß dort, und Standmiete muss auch bezahlt werden.
Dennoch lässt sich mit Freundlichkeit und Verhandlungsgeschick fast immer für kleine Münze Erstaunliches erwerben: Bücher, Nippes, Schallplatten, Möbel, Klamotten, was auch immer.
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Für Archäologen des Alltags sind Trödelmärkte unerschöpfliche Fundstätten. Jeder Flohmarkt hat seine Vorzüge. Der am Rathaus Schöneberg ist angenehm überschaubar und bietet einen guten Mix aus privaten und professionellen Händlern. (wun)
6 Von Athen auf Berliner Leinwände

© Greek Film Fest Berlin/Greek Film Fest Berlin
Athen liegt an der Spree: Zum 11. Mal holt das Greek Film Festival aktuelle griechische Filme und deren Macher:innen in die Stadt. Noch bis Sonntag gibt es unter dem Motto „We are what we feel“ viele Deutschlandpremieren, etwa „Bearcave“, der am Sa/So (28./29.3.) läuft (Fragerunde im Anschluss).
Er spielt in einem griechischen Bergdorf und erzählt von Bäuerin Argyro, der nicht viel Zeit bleibt, eine geheime Liebe zu gestehen …
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Der Talk am Freitag zu „Female & Non-Binary Voices in Cinema“ ist kostenfrei (27.3., 18 Uhr): ein Gespräch mit mehreren Regisseurinnen über das Entwerfen zeitgenössischer weiblicher und non-binärer Identitäten im Kino, die frei von Stereotypen sind. (ans)
7 Neue Musik, die verzaubert

© Frederike Wetzels
Das Neue-Musik-Festival MaerzMusik endet Sonntag. Bis dahin gibt es einige Events, bei denen der Eintritt frei ist. Wie die Konzert-Performance „(En)chanting Wood“ von Kontrabassist Florentin Ginot.
In dem elektronischen Werk „My Light Lives in the Dark“ von Carola Bauckholt wird der Kontrabass zur Arche, in der Ameisen, Insekten, Igel und Eichhörnchen mit Waldgeistern, Feen und Glühwürmchen zusammenkommen.
Ginot spielt im Garten des Hauses der Festspiele, ein kostenloses Ticket ist erforderlich (berlinerfestspiele.de). Die Tickets für den großen Abschluss, die Immersive Konzertinstallation „I am all Ears“ (So, 29.3., ab 15 Uhr), kosten 29 Euro. (wei)