Jonas Mattisseck verlängert bis 2028 bei Alba Berlin: Der Angriff auf Henrik Rödl läuft

Seit 22 Jahren thront Henrik Rödl an der Spitze. Seine 512 Einsätze für Alba Berlin sind unerreicht, doch so langsam muss sich der Rekordspieler Sorgen machen. Mit 471 Einsätzen steht Jonas Mattisseck mittlerweile auf Rang vier – und dürfte Rödl in der kommenden Saison überholen. Denn wie Alba am Mittwoch verkündete, hat der 26 Jahre alte Kapitän seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert.

„Ich bin stolz und glücklich, in diesem einzigartigen Verein zu spielen, in meiner Heimatstadt“, sagte Mattisseck. Himar Ojeda erinnerte daran, dass Mattisseck der erste Spieler gewesen sei, den er 2016 als Sportdirektor für Alba verpflichtet habe. „Umso schöner ist es zu sehen, wie konsequent und erfolgreich er seinen Weg von der Jugend bis in die Profimannschaft gegangen ist. Damit steht Jonas wie kaum ein anderer für die Werte und die Philosophie unseres Klubs“, sagte Ojeda.

Mattisseck begann beim VfL Lichterfelde mit dem Basketballspielen, wechselte später zu TuS Lichterfelde und schließlich 2016 zu Alba. In der NBBL führte er die Berliner als MVP zur deutschen Meisterschaft, mit der deutschen U-18-Nationalmannschaft gewann er das renommierte Albert-Schweitzer-Turnier, ebenfalls mit der Auszeichnung als bester Spieler.

Unter Aíto Garcia Reneses debütierte Mattisseck 2018 für Albas Profis, ein Jahr später spielte er sich erstmals ins Scheinwerferlicht. Beim Sieg im Pokalviertelfinale gegen Bayern München erzielte er 15 Punkte und traf dabei fünf seiner sieben Dreier. Mit den Berlinern gewann er drei Meisterschaften und zweimal den Pokal. Seit Sommer 2025 ist er Kapitän der Mannschaft.

Für die A-Nationalmannschaft bestritt er bisher neun Spiele, seine erste Nominierung erhielt er 2019 unter Bundestrainer Henrik Rödl. Zu dessen Rekord fehlen ihm noch 41 Spiele.

Platz drei könnte Mattisseck noch in dieser Saison von seinem langjährigen Teamkollegen Tim Schneider (477 Spiele) übernehmen. Alba startet am Sonntag (18.30 Uhr, Arena in Friedrichshain) gegen Rasta Vechta in die Play-offs.

Bleibt Mattisseck verletzungsfrei, ist Rödls Spitzenposition im Frühjahr 2027 fällig. Albas Klublegende, die mittlerweile als Trainer in Taiwan arbeitet und deren Trikot mit der Nummer vier in Berlin unter der Hallendecke hängt, wird damit leben können.