Igor Levit über sein neues Label: „Ich möchte nicht mehr debattieren, inwiefern Kunst und Kultur relevant sind für die Demokratie“

Herr Levit, öffnet man die Homepage Ihres Labels, „No Silence“, kommt einem eine Comicgestalt aus einer Explosion entgegen. Das ist, wenn wir das mal deuten, kein Künstler, der bescheiden, gesenkten Hauptes um ein bisschen Fördergeld bittet.
Das dürfte Sie nicht überraschen! Als der Name „No Silence“ vor knapp drei Jahren feststand, saß ich mit einem Freund, dem Künstler Christian Hoosen, im Zug. Wir sprachen über die Energie hinter dem Projekt. Da holt Christian sein Feuerzeug heraus – so ein massives, metallenes – und macht „Klick“. Und das war es. Dieses Unmittelbare, sofort Präsente, diese Hitze. So funktioniert auch die Kunst, wenn sie gut ist.