Radsport: Große Hoffnungen: Voigt traut Lipowitz wieder Tour-Podium zu

Der 17-malige Tour-Teilnehmer Jens Voigt traut der deutschen Radsport-Hoffnung Florian Lipowitz auch in diesem Jahr einen Coup bei der Frankreich-Rundfahrt zu. Lipowitz könne den dritten Platz aus dem Vorjahr „ganz sicher“ bestätigen. Er habe da „große Hoffnungen und Optimismus“, sagte Voigt der Deutschen Presse-Agentur und erinnerte daran, dass der 25-Jährige jüngst bereits Zweiter bei der Baskenland-Rundfahrt war.

„Letztes Jahr war der Florian einer der wenigen, der bei Tadej Pogacar versucht hat, zu reagieren“, so Voigt. Der Rückstand von elf Minuten im Gesamtklassement sei zwar eine Menge gewesen. „Trotzdem glaube ich, dass er nicht so weit weg ist. Wenn Pogacar nicht mehr besser wird und vielleicht einen mittelprächtigen Tag hat, dazu Florian nur zwei Prozent besser wird, dann ist er auf Augenhöhe. Da fehlt nicht viel. Wir reden von minimalen Unterschieden“, erklärte der 54-Jährige.

Lipowitz und Evenepoel teilen sich Kapitänsrolle

Durch die Verpflichtung von Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel soll sich Lipowitz im Sommer die Kapitänsrolle teilen. Voigt schätzt Lipowitz im Hochgebirge allerdings stärker als den Belgier ein.

Dass Evenepoel eine Helferrolle für Lipowitz in diesem Fall akzeptieren würde, davon geht Voigt aus. „Er wird ein bisschen unglücklich sein und mit den Zähnen knirschen. Aber ich denke, dass er vernünftig und reif genug ist, um zu sagen: ‘Ok, ich bin jetzt in der zweiten Reihe und ich bin jetzt Helfer’.“

Die Tour startet in diesem Jahr am 4. Juli in Barcelona. Im vergangenen Jahr hatte Lipowitz neben seinem dritten Gesamtplatz hinter Pogacar und Jonas Vingegaard auch die Nachwuchswertung gewonnen.

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