Halfpipe bei Olympia: Cakmakli verpasst Finale – Schwerer Sturz von Kanadierin

Die deutsche Ski-Freestylerin Sabrina Cakmakli ist bei den Olympischen Winterspielen in Italien in der Halfpipe-Qualifikation ausgeschieden. Die 31-Jährige kam auf Platz 16 und schaffte es damit nicht in das Finale der besten 12. 

Anschließend zeigte sie sich enttäuscht über die Bewertungen, die sie für ihre Tricks von den Kampfrichtern bekommen hatte. „Ich kann nicht alles ganz so nachvollziehen, aber so ist das leider bei uns im Sport“, sagte Cakmakli. Für sie war es bereits die vierte Olympia-Teilnahme, zweimal erreichte sie dabei das Finale.

Ein schwerer Sturz von Mitfavoritin Cassie Sharpe aus Kanada überschattete die Qualifikation in Livigno. Die 33-Jährige fiel bei der Landung nach einem Trick hin und schlug dabei hart mit dem Kopf auf die Eisröhre. Sharpe wurde lange Zeit behandelt und nach rund zehn Minuten in einer Trage weggefahren. Als sie dabei mit beiden Armen winkte und den Kopf leicht hob, jubelten die Zuschauer erleichtert. Über das Ausmaß ihrer Verletzungen war zunächst nichts bekannt.

Auch Konkurrentinnen geschockt

Zuvor herrschte Stille im Publikum, ihre Kontrahentinnen wie Superstar Eileen Gu schauten mit bangen Blicken in die Halfpipe. Teamkollegin Rachael Karker wandte sich im Zielbereich ab und erhielt Trost, als Sharpe behandelt wurde. Die Halfpipe-Olympiasiegerin von 2018 bestreitet ihre ersten Winterspiele als Mutter. 2023 kam Tochter Lou zur Welt. Durch die starke Leistung in ihrem ersten von zwei Läufen schaffte es Sharpe als Drittplatzierte locker ins Finale. Ob sie am Samstag antreten kann, ist jedoch fraglich.

Schon bei den Snowboard-Wettbewerben in der Halfpipe von Livigno war es mehrfach zu schweren Stürzen gekommen. Der Australier Cameron Bolton brach sich dabei zwei Halswirbel.

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