„Zur fröhlichen Zwietracht!“: Potsdams Theater träumt in Zeiten des Zwists von Versöhnung

Die angreifbare, so belächelnswerte wie traumhaft schöne Seele dieses Theaterabends zeigt sich ein paar Minuten vor der Pause. Da haben sich die Streithälse der Schrebergartensiedlung „Zur fröhlichen Eintracht“ gerade über die Frage zerlegt, wie die marode Stromleitung zu reparieren wäre, an der sie alle gemeinsam hängen. Man hat der Basisdemokratie beim Versagen zusehen dürfen: Erst als die herrische Elke (Bettina Riebesel) brüllt: „Schnauze! Wer ist für die Erneuerung der Leitung? Hände hoch!“, hat die Debatte ein Ende. Alle reißen die Hände hoch.