Wiedereröffnung der Kinemathek : Im E-Werk wird Filmgeschichte wieder lebendig

Eigentlich hätte es in der Maschinenhalle des in den 1920er-Jahren erbauten Abspannwerks zwischen Mauer- und Wilhelmstraße schon im vergangenen Herbst wieder losgehen sollen, aber dann machte die Denkmalbehörde der Deutschen Kinemathek einen Strich durch die Rechnung. Rückblickend gibt die neue künstlerische Direktorin Heleen Gerritsen zu, haben sie ein wenig unterschätzt, was es bedeutet, mit einem Museum in ein denkmalgeschütztes Gebäude umzuziehen. Doch als der Bund vor gut zwei Jahren in einem umfangreichen Auswahlprozess (68 Objekte!) das geschichtsträchtige Industriedenkmal am ehemaligen Grenzstreifen als Zwischenquartier für das im Oktober 2023 geschlossene Museum für Film und Fernsehen vorschlug, war das Potenzial des Ortes nicht zu übersehen.