„Wir brauchen die AfD nicht, wir haben ja die Nazis“: Birgit Lohmeyer über „Jamel rockt den Förster“ und das Leben in einem rechten Dorf

Frau Lohmeyer, gemeinsam mit Ihrem Ehemann Horst organisieren Sie seit 2007 das antifaschistische Festival „Jamel rockt den Förster“ in Mecklenburg-Vorpommern. Am 20. September wird hier ein neuer Landtag gewählt. Derzeit sind etwa 36 Prozent der befragten Wahlberechtigten für die AfD. Was löst das bei Ihnen aus?
Ängste natürlich – vor einer AfD‑Regierung. Das wollen wir und die Menschen, mit denen wir Kontakt haben, überhaupt nicht. Einige überlegen, aus Mecklenburg-Vorpommern wegzuziehen, wenn es so weit kommen sollte. Auch ich möchte nicht in einem Bundesland leben, das von diesen Faschisten regiert wird. Aber es löst auch den Impuls aus, etwas dagegen zu tun. Mit vielen anderen Menschen organisieren wir neben dem Festival weitere Veranstaltungen im Wahlkampf. Eine machen wir regelmäßig in Schwerin, um zu informieren und zu sagen: „Hey Leute, wenn ihr weiterhin so gut leben wollt wie jetzt, dann bitte wählt die demokratischen Parteien und nicht die Blauen.“