Ungarische Filmemacherin zum Regimewechsel: „Die Menschen konnten die Unterdrückung nicht mehr tolerieren“

Borbála Nagy, letzte Woche hat Viktor Orbán die Wahl in Ungarn verloren. Wie blickt die queere Community auf das Ende des Regimes?
Man muss es noch verarbeiten, dass es vorbei ist. Ich habe Ungarn vor 14 Jahren verlassen, weil es hoffnungslos schien. Ich glaube, vielen ging es so. Viele sind gegangen – nicht nur queere Menschen. Wir freuen uns sehr, dass es jetzt vorbei ist mit Orbán. Gleichzeitig haben wir aber auch Sorgen. Man muss verstehen: Es sind drei Parteien ins Parlament eingezogen, die alle rechts sind.