Paris Paloma, Mike D, Dexys Midnight Runners, Mine: Die Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Musikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche in der Sendung „Soundcheck“ bei Radio eins vor. Diese Woche mit den folgenden Platten:
Paris Paloma: The Fatal Flaw (Nettwerk)
Diskurspop auf Englisch: Die Britin Paris Paloma singt auf ihrem zweiten Album „The Fatal Flaw“ über Männer, die sich wie Hunde verhalten, über den zu hohen Erwartungsdruck an Frauen, die Manosphere und Kunst in Zeiten von KI – über die gesamte Bandbreite eines von Interesse für feministische und kulturkritische Diskurse geprägten Instagram-Feeds also. Musikalisch bewegt sie sich dabei nah am epischen Sound von Florence and the Machine, schafft es aber leider nicht immer, mit den großen Tönen auch die großen Emotionen zu wecken. Jana Weiss, Tagesspiegel
Mike D: Thank You (Universal)
Die Geschichte der Beastie Boys endete 2012 schlagartig mit dem Tod von Adam „MCA“ Yauch. Musik haben die verbliebenen Adam „Ad-Rock“ Horovitz und Michael „Mike D“ Diamond danach nicht wieder gemacht – bis jetzt. Es waren seine Söhne und ein befreundetes Paar, die Mike D schrittweise zurück ins Aufnahmestudio geführt haben.
Mit ihnen hat er über mehrere Jahre und ohne Produkterwartung freigeistig-ergebnisoffen Hausmusik gemacht, aus der nun über mehrere Umwege sein erstes Soloalbum geworden ist. „Thank You“ ist ein collagenhaft-psychedelisches Elektrobeats-Hip-Hop-Amalgam geworden, das von der Spleenigkeit und Neugierde des ewigen New Yorker Pop-Nerds Mike D lebt und Züge der Beastie Boys in sich trägt. „I need a Plan B, retired MC“, heißt es in „What We Got“ – hier ist er! Torsten Groß, Moderator
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Mine: Killer (TIER)
Die Anführerin des kultivierten Deutschpops ist zurück und hat die Orchester gegen Beats und analoge Synths getauscht. Der große Gestus, der ihr einfach im Blut liegt, ist dabei trotzdem nicht abhandengekommen. Mit einem Bataillon an Arpeggiaturen beschreibt Mine die Ironie ihres Lebens: Sie ist die beste Version ihrer selbst, aber die Welt ist am Ende. Beide Umstände ergründet Mine auf „Killer“ mit einigen Parolen, etwas Pathos, und einer getrübten Erinnerung an Euro-Disco-Sounds. Rosalie Ernst, Zwischen zwei und vier
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