Ingeborg Bachmann zum 100. Geburtstag: Das unruhige Ich, das uns so viel zu sagen hat

Die Schweizer Schriftstellerin Fleur Jaeggy gehörte auch zu denen, die in den frühen Oktobertagen des Jahres 1973 sofort nach Rom eilten, ins Brandverletztenzentrum Sant‘ Eugenio, als sie von Ingeborg Bachmanns schwerem Unfall hörten: „Die Ingeborg hat sich verbrannt.“ Mehrmals habe sie mit Bachmann noch gesprochen, schreibt Jaeggy in ihrem Büchlein über „Die letzten Tage von Ingeborg“ – und erinnert sich an Sätze, die sie und Bachmann sich einst sagten: „Wir haben es gut gehabt.“ Oder: „Wir haben es schön gehabt.“