Die Spielfilmtipps zum Wochenende: Wo sich Robbie Williams zum Affen macht

„Men in Black“ oder „Spider-Man“, die Frage, welches Film-Franchise mehr gealtert ist, scheint angesichts des gerade angelaufenen Kino-Blockbusters um den Marvel-Superhelden einfach zu beantworten.

Lesen oder besser sehen Sie selbst, mit den Filmen am Wochenende und erstaunlichen Free-TV-Premieren, vor allem mit einem überraschenden Biopic am Sonntagabend auf Pro7.

1 Spider-Man 3 (Samstag, ZDFneo, 20:15 Uhr)

Unser Kritiker empfiehlt den neuen Spider-Man („Spider-Man: Brand New Day”) aus ganzem Herzen.

Ein Grund mehr, sich ein Frühwerk aus dem Marvel-Universum von 2007 anzuschauen, von Regisseur Sam Raimi, noch mit Tobey Maguire in der Rolle des Superhelden Peter Parker, nicht Tom Holland.

Das Konzept ist das gleiche: Peter Parkers private Probleme, eine wackelige Beziehung mit Broadway-Schauspielerin Mary Jane Watson (Kirsten Dunst), kulminieren mit neuen Gegnern in New York City, hier der unbesiegbar scheinende Sandmann.

Sicher nicht der beste „Spider-Man“-Film. Es macht aber auch hier wieder Spaß, mit dem sehr menschlichen, manchmal allzu menschlichen Superhelden durch die Häuserschluchten zu fliegen. Dennoch: Tom Holland in der Rolle von Peter Parker ist uns lieber als Tobey Maguire.

2 Men in Black: International (Samstag, Sat.1, 20:15 Uhr)

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Wer Hunde und Extremsportarten mag, ist mit dieser Free-TV-Premiere richtig.

Der Film handelt von einem verwundeten Straßenhund, der sich einer Gruppe von Extremsportlern auf ihrem 700 Kilometer langen Südamerika-Trip durch die Dominikanische Republik anschließt.

Deren Kapitän Michael (Mark Wahlberg) adoptiert den Hund und nennt ihn Arthur. Am Ende des Trips droht ein Fluss, Michael und Arthur zu trennen. Das Team muss sich entscheiden: Sieg beim Ausdauerrennen oder den Hund vorm Ertrinken retten?

Der Film beruht auf wahren Ereignissen, basierend auf Mikael Lindnords Buch „Arthur. Der Hund, der den Dschungel durchquerte, um ein Zuhause zu finden“ (2016). Ein Wohlfühl-Genremix aus Abenteuer, Sport und Tier und Mark Wahlberg mal nicht als Haudrauf-Elitekiller. Taschentücher nicht vergessen.

4 Alles Fifty Fifty (Sonntag, Sat1, 20:15 Uhr)

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Zu guter Letzt noch die Free-TV-Premiere des ungewöhnlichsten Biopicfilms der vergangenen Jahrzehnte.

Wer hätte gedacht, dass sich das Leben des Popstars Robbie Williams – vom unsicheren Jungen aus dem britischen Stoke-on-Trent zum gefeierten Mitglied der Boyband „Take That“ und Solostar mit Alkohol- und Drogenproblemen – von einem computergenerierten Affen spielen lässt?

Statt eines Schauspielers, der dem jungen Robbie Williams ähnlich sieht, wird der Sänger im Film so verkörpert, wie dieser sich über die Jahre oft selbst gesehen hat: als einen singenden und tanzenden Affen in Menschenklamotten. Geniale Idee.

Ein spektakulär umgesetztes Leinwand-Experiment, das auch als satirischer Kommentar auf das Genre des Musiker-Biopics an sich funktioniert. Da könnte man glatt noch Robbie-Williams-Fan werden.