Fußball-Nationalmannschaft: 1000. DFB-Spieler: Baurs Glücksgefühle für die Ewigkeit

Mika Baur war sich seines Eintrags ins DFB-Geschichtsbuch erst gar nicht bewusst. „Ich hatte keine Ahnung davon. Ich habe es nach dem Spiel erfahren“, sagte der 22-Jährige von Celtic Glasgow, der beim 2:0 gegen Serbien zum 1000. Fußball-Nationalspieler avancierte: „Ich freue mich sehr.“

Der schmächtige Sohn des früheren Handball-Weltmeisters Markus Baur erlebte in der Münchner Arena mit seinem Debüt einen Traum, der ihm vor kurzem noch wie eine Utopie erschien. „Ich kann es kaum beschreiben“, sagte er zu seinen Emotionen: „Es ist ein Gefühl, das man hat, bei dem man hofft, dass es nicht weggeht.“

Das Trikot kriegen die Eltern und wird eingerahmt

Als er in der Kabine den Flugmodus an seinem Handy ausschaltete, habe es nur noch „gesummt“, so viele Nachrichten ploppten auf. Sicherlich auch eine seines Vaters, der am Sonntag (20.45 Uhr/RTL) beim nächsten Nations-League-Spiel in Griechenland auf der Tribüne sitzen wird. Das Premieren-Trikot „kommt zu meinen Eltern und wird eingerahmt“, verriet Baur. 

In der 77. Minute war er für den famosen 1:0-Schützen Tom Bischof von Jürgen Klopp eingewechselt worden. Und Baur warf sich gleich furchtlos ins Getümmel im Mittelfeld. Als er später mit den Teamkollegen auf die Ehrenrunde durchs Stadion ging, lief er kurz in die Kurve zu zwei ganz besonderen Fans. 

Sein bester Kindheitsfreund sei mit einem Kumpel live im Stadion dabei gewesen. Er fand die beiden leicht. „Die haben tatsächlich ein Celtic-Glasgow-Trikot an mit meinem Namen“, erzählte Mika Baur lachend.

Klopp lobt alle fünf Debütanten: „Tolle Kerle“ 

Der 22-Jährige war im dritten Länderspiel unter Klopp einer von gleich fünf Debütanten. Klopp weiß noch nicht, ob Baur „ein Sechser, ein Achter oder ein Zehner“ ist. Was der Bundestrainer weiß, ist: „Er ist ein wahnsinnig schlauer Spieler, technisch unglaublich gut, fantastische Einstellung. Er hat sich das heute einfach verdient. Fertig.“ 

Wie die anderen auch. Der Kölner Saïd El Mala war vor Baur als Nummer 999 ins Spiel gekommen. Bayern-Torwart Jonas Urbig und der Freiburger Derry Scherhant durften sogar beginnen. Und als 1.001. Nationalspieler kam Vitaly Janelt vom FC Brentford in den Schlussminuten noch rein. Urteil Klopp: lles „tolle Jungs, tolle Kerle“.

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