Ikkimel, Rostam, Dua Saleh, Kevin Morby: Die Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Popmusikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche in der Sendung „Soundcheck“ bei Radio eins vor. Diese Woche mit folgenden Platten:

Rostam: American Stories (Matsor Projects)
Rostam Batmanglij war Anfang zwanzig, als seine Indie-Band Vampire Weekend den Mainstream aufmischte. Er war nicht der Sänger (das war und ist der geniale Ezra Koenig), aber als Produzent und Multi-Instrumentalist so etwas wie das Mastermind dieses frischen, frechen Sounds. Heute, mit 42, ist Rostam schon lange nicht mehr in der Band, aber als Produzent, zum Beispiel von Haim und Clairo, gefragt und geschätzt. Auf seinem dritten Soloalbum bewahrt er sich die globalisierte Pop-Utopie seiner alten Band und verbindet Americana mit persischer Folklore. Er nennt das einfach: „American Stories“. Jan Jekal, freier Musikjournalist

Ikkimel: Poppstar (Sony)
Darf sie das? Ikkimel ist das egal, sie knallt uns ihren Fiebertraum von Feminismus, Freundinnenschaft, Bumm-Bumm-Elektrobeats und Sexpositivität auf Steroiden vor den Latz. Und wer bei ihren bisherigen Veröffentlichungen schon rot angelaufen ist, dem sei vom zweiten Album der ausgebildeten Linguistin dringend abgeraten. Für alle anderen gilt aber: F*tzenrap ist zurück, und kommt angesichts von Manosphere und Rechtsnationalismus keine Sekunde zu früh. Aida Baghernejad, freie Kulturjournalistin

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Kevin Morby: Little Wide Open (Dead Oceans)
Nichts wie raus aus Kansas City: Mit 17 Jahren verließ Kevin Morby seine Heimatstadt, um Musik zu machen, erst in New York und später in Los Angeles. Doch 2017, 12 Jahre später, kehrte er zurück und veröffentlicht mit „Little Wide Open“ jetzt den letzten Teil seiner Trilogie über den Mittleren Westen. Produziert von Aaron Dessner, besticht Morbys achtes Album durch seine Einfachheit: Die karge, weite Landschaft und das Gefühl von Isolation spiegeln sich in Sound und Texten. Es ist der ultimative Liebesbrief an das Heartland der USA, „the big disaster we call home“, wie er auf dem Eröffnungstrack singt. Inga Barthels, Tagesspiegel

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