Werkschau des Zeichners José Muñoz in Basel: Der Expressionist der grafischen Literatur

Ein hünenhafter Mann, mit einer Kippe lässig im Mundwinkel, durchquert in seinem verkrumpelten Mantel die Straßen von New York. Im schummrigen Licht der Straßenlaternen begegnet er Bettlern, Migranten, Prostituierten, Drogendealern und Kleinkriminellen. Die tiefen Furchen im Gesicht des Mannes sprechen für sich: Dieser Mensch hat gelebt und wird weiterhin viel erleben, Gutes, aber vorwiegend Schlechtes. Mit schwermütigem Blick schleppt er sich weiter, einsam und auf alles gefasst, durch die Slums der nächtlichen Metropole.

Vom coolen Ex-Cop zum trunksüchtigen Antihelden

„Alack Sinner“ heißt die berühmteste Figur, die sich der argentinische Comiczeichner José Muñoz zusammen mit seinem Landsmann Carlos Sampayo ausgedacht hat. Der Ex-Cop, Privatdetektiv und später auch Taxifahrer ist einer der wenigen Comic-Helden, die im Laufe der Geschichten altern und sich im Wesen ändern – vom coolen Ex-Cop hin zum desillusionierten, trunksüchtigen Antihelden.

Ausstellung "José Muñoz. Broken Voices" im Cartoonmuseum Basel
Quelle für die Zeichnung, die alle im Kontext der auf unseren Comicseiten für Ende der Woche (KW geplanten Ausstellungsbesprechung kostenfrei benutzt werden dürfen:
© José Muñoz, «Alack Sinner: Fillmore», Szenario von Carlos Sampayo, 1975 Les Romans (A SUIVRE), Paris, 1983
Vom Leben gezeichnet: Eine Szene aus José Muñoz’ bekanntester Comicreihe „Alack Sinner“.

© José Muñoz, «Alack Sinner: Fillmore», Szenario von Carlos Sampayo, 1975 Les Romans (A SUIVRE), Paris, 1983

Im Cartoonmuseum Basel wird der seit Jahrzehnten in Mailand lebende, mit vielen Comicpreisen wie dem Grand Prix des Festivals von Angoulême ausgezeichnete José Muñoz nun mit einer umfassenden Werkschau geehrt. Es ist eine beeindruckende, vielfältige und wunderschön gestaltete Ausstellung, die die Entwicklung des Ausnahmekünstlers von argentinischen Veröffentlichungen aus den frühen 1960er Jahren bis zu aktuellen Arbeiten veranschaulicht.

Den Kern machen zahlreiche großformatige Original-Comicseiten aus, die aus dem Archiv des Künstlers und verschiedenen Sammlungen unter anderem in Italien und Frankreich zusammengetragen wurden. Sie belegen Muñoz’ Vorliebe für kontrastreiches, geradezu expressionistisch anmutendes Schwarzweiß in all seinen Comics.

Ausstellung «José Muñoz. Broken Voices» im Cartoonmuseum Basel
Installationsbild
Ein Blick in die Ausstellung „José Muñoz. Broken Voices“ im Cartoonmuseum Basel.

© Cartoonmuseum Basel, «José Muñoz. Broken Voices», 2026, Photo: Derek Li Wan Po

Seine Seitenlayouts sind abwechslungsreich und sein Stil changiert meist zwischen poetischem Realismus und nahezu abstrakter, freier Zeichenweise. Große Schwarzflächen dominieren, sodass man an expressionistische Holzschnitte denken muss.

Das ist nicht weit hergeholt, denn auch der Künstler selbst bezeichnet den deutschen Expressionismus als einen seiner wichtigsten Einflüsse. Den Charakteren wie auch der sehr reichhaltigen Figurenschar in seinen Panels wohnt oft etwas Karikaturhaftes, Groteskes inne.

Manchmal schweift der Zeichner von der Handlung ab, indem er den Bildausschnitt öffnet und die Perspektive weitet, etwa von Innenräumen auf die Straße. Gerade diese Spielereien machen oft den Reiz der „Alack Sinner“-Geschichten (auf Deutsch im Avant-Verlag) aus: Muñoz wie auch sein künstlerischer Partner Sampayo wollten ein komplexes Gesellschaftsbild zeichnen, die Handlung erschien ihnen nur als Mittel, um die Seele der Menschen zu erforschen.

Neben dem Noir-Krimi ist Musik ein wiederkehrendes Thema des seit 50 Jahren zusammenarbeitenden Duos: In poetisch-essayistisch angelegten biografischen Comicalben skizzierten die beiden das harte Leben der schwarzen Sängerinnenlegende Billie Holiday (auf Deutsch bei Edition Moderne, vergriffen) zwischen Drogensucht, gesellschaftlicher Ausgrenzung und Gewalt, wie auch die kurze Vita des berühmtesten Tangosängers Argentiniens, Carlos Gardel (auf Deutsch im Reprodukt Verlag).

Ausstellung "José Muñoz. Broken Voices" im Cartoonmuseum Basel
Quelle für die Zeichnung, die alle im Kontext der auf unseren Comicseiten für Ende der Woche (KW geplanten Ausstellungsbesprechung kostenfrei benutzt werden dürfen:
© José Muñoz, «Billie Holiday», Szenario Carlos Sampayo, 1988–1991 Casterman, Paris, 1991
Eine Szene aus José Muñoz’ Comicbiografie „Billie Holiday“.

© José Muñoz, «Billie Holiday», Szenario Carlos Sampayo, 1988–1991 Casterman, Paris, 1991

Carlos Sampayo ließ bei diesen Szenarios seine Kenntnisse als Musikjournalist einfließen. Ein Raum im Museum ist als Tango-Tanzfläche ausgeleuchtet, passende Musik wird während des Besuchs gespielt. An den Wänden hängen verschiedene Annäherungen von Muñoz an das beliebte Tanzgenre, federleichte Darstellungen von Tanzpaaren und Sängern wie auch Porträts legendärer Jazzmusiker wie Thelonious Monk. Darunter sind auch einige farbige Illustrationen zu finden.

Weitere, eher untypische Aquarell-Arbeiten („Anima Mundi“, 2018-22) stellen Landschaften dar, die durch ihre irreale Farbigkeit wie befremdliche Erinnerungen an das Heimatland wirken.

Den meisten illustrativen Werken ist eigen: Sie erzählen vom Exil, von Argentinien, doch nicht in realistischer Weise, sondern vage, verschlüsselt, erträumt oder ersehnt.

Ausstellung "José Muñoz. Broken Voices" im Cartoonmuseum Basel
Quelle für die Zeichnung, die alle im Kontext der auf unseren Comicseiten für Ende der Woche (KW geplanten Ausstellungsbesprechung kostenfrei benutzt werden dürfen:
© José Muñoz, Ohne Titel, 2005, publiziert in : «La Pampa y Buenos Aires. De chair et de poussière», Futuropolis und Nuages, Paris und Milano, 2006 Courtesy Galleria Nuages, Milano
Eine Arbeit von José Muñoz aus dem Jahr 2005, die 2006 in „La Pampa y Buenos Aires. De chair et de poussière“ veröffentlicht wurde.

© © José Muñoz, Ohne Titel, 2005, publiziert in : «La Pampa y Buenos Aires. De chair et de poussière», Futuropolis und Nuages, Paris und Milano, 2006 Courtesy Galleria Nuages, Milano

José Muñoz wurde 1942 in Buenos Aires geboren, in den Randgebieten. Er pendelte über Jahre zwischen der Hauptstadt und der Pampa hin und her. Früh entdeckte er Comics, auch schon, als er das Alphabet noch nicht kannte und sein Vater ihm vorlesen musste.

„Bucky Bug“ hieß der Lieblingsheld des kindlichen José, erinnert sich der Altmeister im Interview mit dem Tagesspiegel, „ein Disney-Comicstrip, den Al Taliaferro in den 1930ern gezeichnet hatte, kurz bevor er als erster Zeichner Donald-Duck-Geschichten in die Comicform übertrug. Der Käfer Bucky Bug lebte zusammen mit seiner Käfer-Ehefrau in einem heimelig hergerichteten alten Schuh auf einer Müllhalde!“

Der 83-Jährige erinnert sich an viele Details der anthropomorphen Comicserie und muss heute noch über diese Strips lachen. Ein weiteres Aha-Erlebnis erfolgte Jahre später, als er 1954 im Magazin „Misterix“ die ersten Episoden von „Sergeant Kirk“ kennenlernte, einem heute klassischen realistischen Comic, den sich der argentinische Schriftsteller Héctor Germán Oesterheld (1919–ca. 1977) ausgedacht hatte. Zeichner war der Italiener Hugo Pratt (1927–1995, „Corto Maltese“), der nach Argentinien wegen der guten Arbeitsmöglichkeiten gezogen war.

Er hat eine große Bedeutung für die Entwicklung des Comics, für viele junge Zeichner war er eine Inspiration.

Anette Gehrig, Direktorin des Cartoonmuseums Basel, über José Muñoz

„Sergeant Kirk ist eine starke Geschichte“, erinnert sich Muñoz, „sie handelte von einem Soldaten, der an Massakern der US-Armee an der indigenen Bevölkerung beteiligt war. Als ihm die Gräueltaten bewusst werden, desertiert er und bekämpft fortan die eigene Armee.“ Die langlebige Serie (erst kürzlich erschienen ihre ersten Bände erstmals auf Deutsch beim Hamburger Verlag Schreiber und Leser) wurde zur Initialzündung für José Muñoz, selbst Comiczeichner zu werden.

Ausstellung "José Muñoz. Broken Voices" im Cartoonmuseum Basel
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© José Muñoz, «Gentle Alack with a wild bison stampede inside his mind», 2018–2022 Courtesy Bicocchi Collection
„Gentle Alack with a wild bison stampede inside his mind“: Dieses Bild schuf José Muñoz 2018.

© José Muñoz, «Gentle Alack with a wild bison stampede inside his mind», 2018–2022 Courtesy Bicocchi Collection

Bereits als Zwölfjähriger begann er, Kurse an der „Escuela Panamericana de Arte“ zu besuchen, wo er klassische Malerei und Bildhauerei lernte, wie auch das Comiczeichnen. Er wurde Schüler des Uruguayers Alberto Breccia (1919-1993), eines Pioniers des modernen Comics, der ihm half, seinen eigenen Stil zu finden.

Ein knappes Jahrzehnt später durfte er selbst für „Misterix“ zeichnen, eine Krimiserie namens „Precinct 56“. Er wurde Assistent von Francisco Solano López, wirkte bei der beliebten Endzeitserie „El Eternauta“ mit, die Héctor Oesterheld geschrieben hatte. Kurz: Der begabte junge Zeichner wurde schnell Teil der damals florierenden Comicszene Argentiniens.

In den 1970er Jahren blieb ihm nur der Weg ins Exil

Doch Anfang der 1970er Jahre kam die Wende: Die politischen Spannungen im Land nahmen zu, eine autoritäre Militärregierung löste die andere ab und zog die Wirtschaft und auch kulturelle Errungenschaften mit sich in den Abgrund. „Es gab nur noch einen Verlag, bei dem ich arbeiten konnte, doch meine politischen Ambitionen passten ihm nicht, und ich hatte jede Möglichkeit verloren, die Sachen zu verwirklichen, die ich machen wollte.“

Der Weg ins Exil war unausweichlich. Muñoz verließ den Kontinent und zog nach Spanien, wo er 1974 auch seinen Landsmann Carlos Sampayo (geboren 1943) kennenlernte, einen Schriftsteller und Musikjournalisten. Eine schicksalhafte Begegnung: Nach wenigen Jahren ergab sich die Gelegenheit zur Zusammenarbeit an einem Comic. Schauplatz sollte die Metropole New York sein, ein „mystischer“ Ort, den beide Autoren damals nicht aus eigener Anschauung kannten.

Held wurde der hartgesottene Ex-Polizist und Privatdetektiv Alack Sinner („Alack“ spielt auf das englische Wort „Alas“ = Ach! Oh weh! an, „Sinner“ auf Sünder), der sich vorwiegend in nächtlichen Szenerien wie Bars und verkommenen Vierteln bewegt.

Ausstellung "José Muñoz. Broken Voices" im Cartoonmuseum Basel
Quelle für die Zeichnung, die alle im Kontext der auf unseren Comicseiten für Ende der Woche (KW geplanten Ausstellungsbesprechung kostenfrei benutzt werden dürfen:
© José Muñoz, «Alack Sinner: Begegnungen», Szenario von Carlos Sampayo, 1981 Casterman, Paris, 1984
Eine Seite aus „Alack Sinner: Begegnungen“, das Anfang der 1980er Jahre veröffentlicht wurde.

© José Muñoz, «Alack Sinner: Begegnungen», Szenario von Carlos Sampayo, 1981 Casterman, Paris, 1984

„Anfangs war es eine Hommage an die Hardboiled-Romane, die Film Noirs und die Popkultur“, sagt Muñoz. Über 30 Jahre entwickelt das kongeniale Duo Geschichten um diesen zerfurchten Antihelden, der in tiefe Melancholie verfallen kann, sich aber auch verliebt und Vater wird. Nach anfangs klassischen Kriminalgeschichten werden die Storys komplexer, gesellschaftskritischer. Sophie, die Tochter Alack Sinners, bekommt eigene Geschichten (1986), die eine moderne, unabhängige junge Frau zeigen.

Die beiden Autoren – die sich manchmal auch augenzwinkernd selbst in den Alack-Sinner-Geschichten auftreten lassen – spiegeln darin ihre Erfahrungen mit dem Exil und dem Leben in der Fremde wider. Sie kritisieren Rassenhass und Polizeigewalt, flechten kritische Bezüge auf politische Konflikte wie den Vietnamkrieg, den Golfkrieg oder 9/11 ein.

Anfangs erscheint „Alack Sinner“ im italienischen Magazin „Alterlinus“, später in „Charlie Mensuel“ und „(A SUIVRE)“ – heute gelten all diese Magazine aus den 1970er und 80er Jahren als Speerspitze der Avantgarde der europäischen Comicszene.

Alack Sinner trat auch hin und wieder in weiteren Comics des Teams auf, so in Episoden von „Joe’s Bar“ (Deutsch bei Avant), die eine Art Spin-off-Serie zu „Alack Sinner“ darstellt, und in One-Shots wie „Billie Holiday“, wo er einen Cameo-Auftritt hat.

Er hatte nie Angst, Regeln zu brechen.

Lorenzo Mattotti, Comic-Künstler, über seinen Berufskollegen José Muñoz

Während „Alack Sinner“ eher verschlüsselt und indirekt persönliche Erfahrungen von Muñoz und Sampayo widerspiegelt, gibt es auch Werke mit autobiografischem Charakter: So fächert „Sudor Sudaca“ (spanisch, etwa: „Südamerikanischer Schweiß“, 1981) ein Panorama unterschiedlicher Erfahrungen und Schicksale von Migranten auf. Eines von vielen Werken des Zeichners, die noch auf ihre deutsche Übersetzung warten.

Zur Vernissage der Ausstellung in Basel ist auch der italienische Comiczeichner Lorenzo Mattotti erschienen, der Muñoz´ Bedeutung in einer Laudatio würdigt: „José Muñoz hatte nie Angst davor, zu zeichnen, wie er fühlte. Er hatte nie Angst, Regeln zu brechen. Für ihn war jedes Zeichen, jeder Strich ein Buchstabe, und so entstand große grafische Literatur.“

Ausstellung "José Muñoz. Broken Voices" im Cartoonmuseum Basel
Quelle für die Zeichnung, die alle im Kontext der auf unseren Comicseiten für Ende der Woche (KW geplanten Ausstellungsbesprechung kostenfrei benutzt werden dürfen:
© José Muñoz, «Alack Sinner: L’affaire Webster», Szenario von Carlos Sampayo, 1975, Les Romans (A SUIVRE), Paris, 1983
Eine Seite aus „Alack Sinner: L’affaire Webster“ von 1975.

© José Muñoz, «Alack Sinner: L’affaire Webster», Szenario von Carlos Sampayo, 1975, Les Romans (A SUIVRE), Paris, 1983

„Er ist ein großer Zeichner auf der Suche nach Wahrhaftigkeit“, sagt Mattotti über Muñoz. „All diese Schwärze, all diese Linien sind seine persönliche Stimme.“ In den 1970er Jahren habe Muñoz Türen aufgestoßen und eine ganze Generation von Zeichnern beeinflusst und „neuartige, tiefsinnige Arten des Erzählens“ inspiriert.

Auch auf die deutsche Comicszene hatten Muñoz’ charakteristischer, expressiver Zeichenstil und die unkonventionelle Erzählweise Einfluss. So ist der deutsche Zeichner Martin Tom Dieck zur Vernissage angereist, der seine persönliche Schwarzweiß-Ästhetik ebenfalls mit unkonventionellen Geschichten wie „Der unschuldige Passagier“ (1993) oder „Salut, Deleuze!“ (Reprodukt 2025) verbindet. 

Ausstellung "José Muñoz. Broken Voices" im Cartoonmuseum Basel
Porträts des Zeichners José Muñoz und der Museumsdirektorin Anette Gehrig (Fotos 1-4):© Cartoonmuseum Basel, «José Muñoz. Broken Voices», 2026, Photo: Derek Li Wan Po
José Muñoz und Museumsdirektorin Anette Gehrig bei der Ausstellungseröffnung Ende März in Basel.

© Cartoonmuseum Basel, «José Muñoz. Broken Voices», 2026, Photo: Derek Li Wan Po

Anette Gehrig, seit 2008 Direktorin des Cartoonmuseums Basel und Kuratorin der Ausstellung, sieht den Argentinier selbst in der eidgenössischen Szene als wichtigen Vorreiter: „Auch und vor allem hier in der Schweiz war José Muñoz natürlich ein Wegbereiter.“ So sei er in der ersten Ausgabe des Comicmagazins „Strapazin“ veröffentlicht worden, das ebenfalls in der Ausstellung zu sehen ist.

„Er hat eine große Bedeutung für die Entwicklung des Comics, für viele junge Zeichner wie Thomas Ott war er eine Inspiration“, sagt Gehrig. „Die Ausstellung kann nicht viel perfekter liegen als im Moment, weil er in seinen Comics die Themen Migration, Korruption oder den Rechtsruck vieler Regierungen zum Thema machte.“

Im Juni ist José Muñoz beim Comic-Salon Erlangen zu Gast

Zur Konzeption der Ausstellung, die sich über alle Etagen des 1979 gegründeten und 1996 am heutigen Standort eröffneten Museums erstreckt, sagt sie: „Es war mir ganz wichtig, José Muñoz, der ja heute noch zeichnet, Bücher veröffentlicht und auf Festivals geht – wie demnächst den Comic-Salon Erlangen –, in all seinen Facetten auch jenseits von ‚Alack Sinner‘ zu zeigen.“

Es ist die erste große Retrospektive seit der Werkschau in Angoulême 2007, führt Gehrig weiter aus. „Aber seine Vielseitigkeit, seine Verbindung zur Musik, all das wird erstmals hier in Basel gezeigt.“

Die Ausstellung „José Muñoz“. Broken Voices“ ist wieder eine besonders gelungene Schau des sehr engagierten Cartoonmuseums Basel, in der die originalen Comic-Exponate perfekt in die verwinkelte Architektur des Museums mit seinen vielen kleineren und mittelgroßen Räumen eingefügt werden.