Charli XCX, Chet Faker, Nils Keppel, Danny L Harle: Die Alben der Woche im Soundcheck

Charli XCX: Wuthering Heights (Atlantic)
Das neue Album von Charli XCX soll mehr sein als der Soundtrack zum starbesetzten Film „Wuthering Heights“. Muss es ja auch. Denn die giftgrüne Vorgänger-Platte „Brat“ hatte nicht nur den Pop-Zeitgeist dominiert, sondern auch eine Rolle im US-Wahlkampf gespielt. Kamala Harris hat die Assoziation mit Charlis Messy-Girl-Ästhetik am Ende nichts gebracht. Aber aus der Britin, eigentlich ein Fall für Musiknerds, wurde ein globaler Festival-Headliner. Folgt auf den Brat-Summer nun der Wuthering-Heights-Winter? Christoph Reimann, Musikjournalist
Chet Faker: A Love For Strangers (BMG)
Cover, Titel, erster Song: alles erstmal ganz vielversprechend. Doch spätestens ab Track 3 des Albums driftet man ab. Vielleicht, weil man an nichts richtig hängen bleibt. Die eleganten Grooves, die souligen Piano-Intros, selbst das subtil mäandernde Saxofon im Hintergrund ist okay; die wirklich suggestiven Momente fehlen. Daran ändert auch Nick Murphys Stimme nichts, die mal engagiert, mal eher zurückgenommen über die Verfehlungen der Liebe singt. Irgendetwas will trotzdem nicht hinaus, durch diese halb geöffneten Lippen, in die Welt. Fanny Tanck, Freie Kulturjournalistin
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Danny L Harle: Cerulean (XL)
Was ist schon Zeit? Der Hyperpop des britischen Producers Danny L Harle soll die Musik der Zukunft sein. Dafür bedient er sich auf seinem neuen Album „Cerulean“ Topi der Ewigkeit – Wasser, Liebe, Schmerz –, an mittelalterlichen Akkordfolgen und, nach eigenen Angaben, den Einflüssen des Renaissance-Komponisten Monteverdi. Unterstützung bekommt er von großen Namen der Gegenwart: darunter Caroline Polachek, Pinkpantheress, Dua Lipa. Am Ende klingen die Stücke trotzdem meistens wie Eurodance aus Zeiten, in denen man in Großraumdissen zu billigen Lasershows tanzte und Wodka-Bull aus Hartplastikbechern trank. Jana Weiss, Tagesspiegel
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