Polizeiarbeit: Handschellenschlüssel im Netz – Polizei zieht Konsequenzen

Nach Berichten über im Internet frei erhältliche Generalschlüssel für Handschellen der bayerischen Polizei zieht das Innenministerium Konsequenzen. “Wir prüfen sinnvolle Maßnahmen, die wir unternehmen können”, sagte ein Sprecher. “Dass passende Schlüssel zum Öffnen der Handfessel öffentlich verkauft werden, nehmen wir sehr ernst.” Der Bayerische Rundfunk hatte zuerst darüber berichtet.
Hintergrund war ein Fall in Mittelfranken, bei dem ein Festgenommener sich vermutlich aus Handschellen befreien konnte.
Sehr schnell und sehr breit seien die Beamten bayernweit darüber informiert worden, dass solche Schlüssel im Umlauf sein könnten, erläuterte das Innenministerium dazu. Im Intranet der bayerischen Polizei werde ausdrücklich auf die potenzielle Gefahr hingewiesen. Das Herstellerunternehmen wisse um das Problem. “Nach unserer Kenntnis hat das Unternehmen bereits eine Anwaltskanzlei beauftragt, um den Verkauf der Schlüssel zu untersagen”, sagte der Ministeriumssprecher.
Beamte hatten in Mittelfranken im November einen Mann im Zuge wegen Verdachts auf ein Drogendelikt vorläufig festgenommen und mit Handschellen gefesselt. “Die Handschellen waren fest”, betonte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. In einem günstigen Moment habe der Mann die Flucht ergriffen. Die Beamten holten ihn schnell ein – aber sie Handschellen waren verschwunden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de