Gewalt: Gewalt gegen Frauen: Banaszak nimmt Männer in die Pflicht

In der Debatte um sexualisierte Gewalt im Internet erwartet der Grünen-Vorsitzende Felix Banaszak mehr Engagement von Männern. “Männer halten sich an dieser Stelle für unzuständig, aber sie sind es nicht. Wir sind zuständig”, sagte Banaszak in Berlin. “Gewalt gegen Frauen ist kein Problem, das Frauen lösen können. Gewalt gegen Frauen ist ein Problem, das Männer lösen müssen.”
Attacke gegen Merz und Steinmeier
Kanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundespräsident Frank Walter Steinmeier (SPD) warf Banaszak Schweigen zum Thema vor. Hintergrund der aktuellen Diskussion sind schwere Vorwürfe von Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der “Spiegel” berichtet hatte.
Ulmens Anwalt Christian Schertz kündigte rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an, bei der es sich “in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung” handle. Zudem würden “unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet”.
Am Sonntag hatten Tausende in Berlin an einer Demonstration mit dem Titel “Gegen sexualisierte digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern” teilgenommen. Die Kundgebung am Brandenburger Tor fand nach Angaben der Veranstalter wegen der aktuellen Diskussion in Solidarität mit Fernandes statt.
Wer kümmert sich um die Sicherheit?
“Dass am Wochenende so viele Menschen auf die Straße gegangen sind, ist gut, aber es waren wieder einmal viele Frauen, die diese Demonstrationen organisiert haben, ins Leben gerufen haben, die dazu aufgerufen haben”, merkte Banaszak an. “Wenn Sicherheit vermeintlich das Anliegen der Konservativen ist, dann frage ich mich, warum sie für diese Sicherheit nicht sorgen.”
Banaszak verlangte, die Vorwürfe von Fernandes zum Anlass zu nehmen, einen neuen gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema zu finden. “Und ich erwarte vom Bundeskanzler, dass er das als seine Aufgabe auch wahrnimmt.”
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de