Genie voller Widersprüche: David Byrne: Für fünf dieser Konzerte in Berlin gibt es noch Karten…

Und falls es nicht klappt, haben wir ein paar Alternativen für Sie: Folkpop mit Getute, Chanson-Gesäusel, tasmanisches Metal-Massaker, Americana-Brüder und hart rockende Schotten ohne Rock – unsere Konzertempfehlungen für die kommenden sieben Tage.

1 David Byrne

David Byrne
Foto: Shervin Lainez
Sonst meist mit dem Rad unterwegs: David Byrne in freier Wildbahn.

© Shervin Lainez

Ohne Übertreibung kann man David Byrne als Pop-Ikone bezeichnen. Er war Sänger und Mastermind der New Yorker Band Talking Heads und in dieser Rolle ein Jahrzehnt lang der hyperaktive Impulsgeber einer permanenten Pop-Revolution.

Mit den von Bläsern und afrokaribischen Rhythmen geprägten Arrangements, die Byrne mit dem zwölfköpfigen Ghost Train Orchestra eingespielt hat, steht es seltsam verquer in der Poplandschaft während der zweiten Trump-Präsidentschaft.

Merkwürdig für einen Künstler, der immer als politisch wacher Kopf wahrgenommen wurde.

David Byrne ist ein Genie voller Widersprüche. Der Inbegriff des New Yorker Stadtneurotikers ist gebürtiger Schotte. Der Kopfmensch ist kein Stubenhocker, sondern begeisterter Radfahrer.

Und ein mitreißender Live-Performer. Für die Ewigkeit festgehalten im Konzertfilm „Stop Making Sense“ von 1984. Und das gilt noch heute, wenn Byrne, mittlerweile 73, wie ein 50 Jahre jüngerer Klon seiner selbst als menschlicher Flummi über die Bühne federt.

2 Whitney

Whtiney
Streben nach Höherem: Biffy Clyro.

© Eva Pental

Eigentlich setzt das schottische Trio Biffy Clyro – die Band hat nie aufgelöst, was es mit dem seltsamen Namen auf sich hat – seit über 20 Jahren auf kompromisslos harten, dabei massenkompatiblen, hymnenhaften Alternative Rock.

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Haben zuhause genau hingehört: The Bros. Landreth:

© Buio Assis

Die Brüder Joey und David Landreth aus dem kanadischen Winnipeg haben hörbar davon profitiert, dass in der elterlichen Plattensammlung LPs von Little Feat, Ry Cooder oder John Hiatt zur Grundausstattung gehörten.

Diese Acts, und weitere wie Jackson Browne und Eagles, sind als Einflüsse auf ihren eigenen Platten herauszuhören, die sie seit 2013 als The Bros. Landreth veröffentlichen.

Ihr Americana-Ansatz verschmilzt Roots Rock, Country, Westcoast-Psychedelia und Laurel-Canyon-Folk zu einem betörenden Amalgam, das auf dem 2022er Album „Come Morning“ klassikerhafte Reife annahm.

Näher am energiegeladenen Bandsound ihrer Konzerte, bei denen Drummer Roman Clarke und Keyboarder Glen Patscha die Brüder zum Quartett verstärken, ist das jüngste Album „Dog Ear“ geraten.

Auf dem konnten The Bros. Landreth Bonnie Raitt als Gastsängerin gewinnen. Eine naheliegende Wahl: Die Songwriter-Veteranin war auch in der Sammlung ihrer Eltern vertreten.

5 Kim Dracula

Kim Dracula

Kim Dracula, geboren 1997 in der tasmanischen Hauptstadt Hobart, hatte 2021 mit einem Death-Metal-Cover von Lady Gagas „Paparazzi“ einen Streaming-Hit.

Auf dem Debütalbum „A Gradual Decline in Morale“ inszeniert sich Kim Dracula als Sirene mit schier übermenschlichem Stimmumfang.

6 Mélanie Pain

Melanie Pain