Welche Farbe hat die Stadt?: Freizeit-Tipps aus dem Farbkasten – von Rot bis Regenbogen
Mit welcher Farbe assoziieren Sie die Stadt? Betongrau für Straßen, Höfe, U-Bahn-Schächte oder Backsteinrot für Altbau und Geschichte? Grelles Gelb wegen der Späti-Beleuchtung? Oder Regenbogen-farbig?
Die Künstliche Intelligenz, daraufhin befragt, findet: „Berlin ist grau mit trotzigem Neon.“ Tja, okay, ambitioniert. Wir haben Ihnen (ohne weitere KI-Hilfe) im Folgenden Veranstaltungen der Woche nach Farben sortiert, machen Sie das Beste daraus. Ob Sie ins Grüne radeln oder sich ins Blaue träumen, wir wünschen Ihnen eine bunte Woche.
1 Regenbogen: Für queere Rechte auf die Straße

© IMAGO/A. Friedrichs/IMAGO/Andreas Friedrichs
Am Wochenende vor dem Berliner Christopher Street Day findet in Schöneberg das Lesbisch-schwule Stadtfest statt, das größte queere Straßenfest Europas.
Verfehlen kann man es nun wirklich nicht, seit die BVG die Beschilderung am U-Bahnhof Nollendorfplatz um den Zusatz „Regenbogenkiez“ ergänzt hat. An unzähligen Ständen präsentieren sich queere und queerfreundliche Organisationen und Projekte.
Auf sechs Bühnen wird unter dem Motto „Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!“ ein buntes Programm veranstaltet: Samstag treten etwa um 16 Uhr die Querplattler, Berlins erste schwule Schuhplattler, und um 18:45 Uhr der schwule Männerchor Männerminne auf.
Um 15:45 Uhr veranstalten Andrea Tangoschlampe und Else Buschheuer ein gemeinschaftliches queeres Tangotanzen. Sonntag gibt es um 15 Uhr Blasmusik von Transophonix und um 18 Uhr Afrobeats von Angela Ordu & Free Spiritz.
Auch die Queerspiegel-Redaktion des Tagesspiegels ist wieder mit einem eigenen Stand vertreten und diskutiert am Samstag um 16 Uhr auf der Queere-Medien-Bühne u. a. über die Lage des CSDs. (ero)
2 Rot: Kirschen pflücken

© imago/Schöning
Keine Fähre, keine Pfauen: In der zweiten Julihälfte ist die Pfaueninsel an mehreren Tagen von der Außenwelt abgeschnitten, eine der Fähren ist beschädigt. Kein Grund, auf eine schöne Fahrradtour am westlichen Stadtrand, rein in den Düppeler Forst, zu verzichten.
Mit dem Rad in die S7 zum Wannsee, dann am Wannsee-Ufer an Liebermann-Villa und Haus der Wannsee-Konferenz vorbei. Nach ein paar Kilometern auf der Uferpromenade grüßt die Pfaueninsel, die auch zum Ansehen vom Ufer aus schön ist: im Biergarten am Wirtshaus zur Pfaueninsel.
Zurück zum S-Bahnhof über Glienicker Brücke und Königstraße. Keine Hochleistungstour, eher was Gemächliches fürs Wochenende. (meh)
4 Lila: Schreien, Tanzen, Entdecken
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© imago/Jürgen Ritter
Man denkt unweigerlich an „Blau“, wenn man „Kreuzfahrtterminal“ bei der Autobahnabfahrt Tegel liest. So richtig hat das Flusskreuzfahrtgeschäft nie geboomt, aber das Hafenfest ist ein Dauerbrenner mit Kinderprogramm, Streetfood, dem „Tegeler See in Flammen“ (Fr 22:30 Uhr) und einem Musikprogramm, das vom Shanty-Chor über Buddy („Ab in den Süden“) bis zu DJ Tomekk reicht.
Am Ende der ereignisreichen Tage am schönen Tegeler See bekommt „blau“ dann noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Achtung: Auf der U6 und S25 gibt es Schienenersatzverkehr. (ipa)
6 Gelb: Lichtdurchfluteter Neoimpressionismus

© REUTERS/ANNEGRET HILSE
Schwarz sollten Sie sich kleiden, um den Eindruck dieses einmaligen Erlebnisses nicht zu schmälern. Und nein, es geht um keinen Techno-Tempel.
Die Ausstellungsreihe „The Dark Rooms“ öffnet seit einigen Jahren die Türen zu aufregenden Lost Places in Berlin, zu verlassenen Brauereien, Hotels, Treppenhaustürmen.
Was schon ein Erlebnis für sich wäre, liefert den atmosphärischen Rahmen für immersive Sound- und Lichtinstallationen internationaler Künstler:innen.
Der Titel „Veins“ deutet schon darauf hin: In dem dieses Jahr bespielten Kinokomplex geht es um geheime Räume hinter der Leinwand, durch ein Labyrinth aus Transportgängen, Tunneln und dunklen Kammern. (ipa)