Julia Schoch erhält den Rompreis: Potsdamer Autorin darf zehn Monate in italienischer Villa verbringen

Als eine von acht Kulturschaffenden ist die Potsdamer Autorin Julia Schoch mit dem Rompreis ausgezeichnet worden. Wie das Bundeskulturministerium mitteilt, verbringen die Preisträgerinnen und Preisträger ab September 2027 zehn Monate in der Villa Massimo in Rom.

Die Villa Massimo gehört zur vom Bund getragenen Deutschen Akademie Rom. Der Rompreis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für deutsche und in Deutschland wirkende Künstlerinnen und Künstler. Der Aufenthalt soll Komponisten, Schriftstellerinnen, Architektinnen und Bildenden Künstlern einen Aufenthalt in Rom ohne finanzielle Engpässe ermöglichen. Neben freier Unterkunft und Atelier umfasst er ein Barstipendium von monatlich 2.500 Euro.

Für die vielfach ausgezeichnete Autorin Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, ist es nicht das erste Italien-Stipendium. 2011 war sie bereits in der ebenfalls zur Deutschen Akademie Rom gehörenden Casa Baldi zu Gast. Es folgten zahlreiche weitere Preise, 2022 unter anderem die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung für ihr schriftstellerisches Gesamtwerk, 2025 das Bundesverdienstkreuz.

In Potsdam lebt Julia Schoch seit 1986. Nach einem Germanistik- und Romanistikstudium und mehreren Auslandsaufenthalten veröffentlichte sie 2001 ihren ersten Kurzgeschichtenband „Der Körper des Salamanders“. 2004 erschien der Roman „Verabredungen mit Mattok“, 2009 folgte „Mit der Geschwindigkeit des Sommers“ und 2012 „Selbstporträt mit Bonaparte“.

Julia Schoch übersetzt regelmäßig Literatur aus dem Französischen, unter anderem Bücher der Krimiautorin Fred Vargas. Zuletzt erschien von ihr die vielfach gepriesene autofiktionale Trilogie „Biographie einer Frau“, deren Teile „Das Vorkommnis“, „Das Liebespaar des Jahrhunderts“ und „Wild nach einem wilden Traum“ zu Bestsellern wurden. „Und nächstes Jahr nach Rom. Danke!“, schrieb Schoch auf den sozialen Medien. „Ich freue mich auf den Herbst 2027, wenn’s losgeht.“