Rolling Stones, Kelela, Suki Waterhouse, Jack White: Die Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag stellen vier Musikjournalistinnen und -journalisten ab 21 Uhr ihre Alben der Woche in der Sendung „Soundcheck“ bei Radio eins vor. Diese Woche mit neuen Platten von den Rolling Stones, Kelela, Suki Waterhouse und Jack White.
The Rolling Stones: „Foreign Tongues“ (Polydor/Universal Music)
Von Altersschwäche keine Spur: 64 Jahre nach ihrer Bandgründung zeigen die Rolling Stones nochmal alles, was sie können. Blueskracher, Stadionrock, Countryballaden und eine Amy-Winehouse-Coverversion. Alles klingt fett und ein bisschen zu glatt produziert vom neuen Star-Produzenten Andrew Watt, aber die Überwältigungstaktik funktioniert.
Textlich schießt Mick Jagger gegen Typen wie Elon Musk, gegen Schurken und Autokraten, und nach 14 Songs ist man ganz schön geplättet. Braucht niemand, aber trotzdem nicht schlecht für eine Seniorenrockband. Simon Brauer, Musikjournalist und Moderator
Kelela: „New Avatar“ (Warp)
Auf ihre musikalischen Anfänge im Indie-Rock wollte sich Kelela mit dieser Platte besinnen. Stimmt irgendwie auch: mehr Gitarren, als man es von der eigensinnigen R’n’B-Lady kennt. Aber keine Sorge: Die Eleganz hat sie nicht drangegeben, genauso wenig die geschmeidig-dystopischen Synthesizer-Sounds.
Kann sein, dass Kelela hierzulande immer ein Kritikerliebling bleiben wird. Aber was wäre der Soundcheck, wenn er nicht alles daran setzen würde, das zu ändern? Christoph Reimann, Musikjournalist
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Jack White: „Frozen Charlotte“ (Third Man Records)
Welcome to the Garden of Eden! So beginnt die neue LP von Soundfetischist Jack White. Einmal mehr huldigt er dem Garagen-Rock auf diesem mittlerweile siebten Soloalbum, das er nach Porzellanpuppen des 19. Jahrhunderts benannt hat, und auf dessen Cover er eine eigens geschaffene Version dieser zeigt.
Neben der darin liegenden Anspielung auf seine „neue“ Karriere als bildender Künstler widmet sich Jack White auf dem Album vor allem den stets wiederkehrenden existenziellen Fragen des Lebens wie der Vergänglichkeit, während er musikalisch mit „Frozen Charlotte“ und nun 51 Jahren an die Lo-Fi-geprägten Anfänge des Sounds der White Stripes anknüpft. Laurina Schräder, radioeins