Fußball-WM: „Zeitverschwendung“: Portugals Ronaldo spricht über Kritik

Portugals Superstar Cristiano Ronaldo hat sich vor dem WM-Achtelfinale gegen Spanien auskunftsfreudig zur teils heftigen Kritik an seiner Person geäußert. Man versuche schon seit 23 Jahren, ihn fertigzumachen, sagte Ronaldo: „Aber ihr habt sicher gemerkt, dass sich das nicht lohnt. Das ist Zeitverschwendung. Man versucht es immer und immer und immer und immer wieder. Das lohnt sich nicht.“

Er sei sogar „dankbar für die Kritik“, ergänzte der 41-Jährige in der Pressekonferenz vor dem Duell mit Spanien im Dallas Stadion an diesem Montag (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) laut Übersetzung: „Die heftige Kritik, dadurch wächst man am meisten. Und ich danke euch, den Journalisten, dafür, denn dadurch wachse ich noch mehr.“

„Ihr wollt nicht, dass ich wiederkomme?“

Als ein Fragesteller andeutete, dass es sein letztes WM-Spiel sein könnte, sagte Ronaldo lächelnd: „Ihr wollt nicht, dass ich wiederkomme, ist es das, was ihr wollt? Ich verstehe schon, ich verstehe schon, ich habe euch gehört, ich habe euch jetzt gehört.“

Egal, was im Spiel gegen Spanien passiere, er werde diese WM „mit einem guten Gewissen verlassen“, betonte Portugals Rekordspieler: „Ich habe drei Tore geschossen. Nun ja, es gibt andere, die mehr Tore geschossen haben, weil sie unglaublich gut spielen. Aber ich schlage mich doch gar nicht so schlecht, oder?“

Zu einem möglichen Rücktritt aus der Auswahlmannschaft seines Heimatlandes bei einer Niederlage äußerte sich der 232-malige Nationalspieler nicht konkret, auch nicht zum möglichen endgültigen Abschied von der WM-Bühne. „Wir werden sehen“, sagte er: „Ich möchte das nicht besonders hervorheben, weil ich denke, dass es weniger wichtig ist.“

WM-Titel als Krönung? 

Sollte es für den WM-Titel nicht reichen, wäre es für den Europameister von 2016 angeblich nicht besonders schlimm. „Gott war so großzügig zu mir“, sagte Ronaldo. Auch ein WM-Sieg würde ihn nicht verändern. Das Alter habe ihm „Reife und Erfahrung und die Einsicht“ geschenkt, „wie relativ die Dinge sein können“.

Die WM in den USA, Kanada und Mexiko sei für ihn aber schon jetzt das Endturnier, bei dem er die größten Emotionen verspürt habe. Die „Freude der Menschen, das Miteinander“ werde er nicht vergessen, „aus dieser Perspektive habe ich es sehr genossen“.

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