Zum Jubiläum der Singuhr: Ein Berliner Original wird dreißig

Akio Suzukis Kunst erfüllt nur wenige Erwartungen an gängige Kunstbegriffe. Man kann seine „Otodate“ nicht kaufen und sammeln, im Wert wachsen lassen und wieder verkaufen. Sie lassen sich nicht einpacken, irgendwo hinbringen und farblich passend zum Sofa aufhängen. Otodate sind visuell nicht einmal besonders ansprechend: In einem weißen Kreis, im öffentlichen Raum auf den Boden gemalt, zwei Fußabdrücke, die bei Nutzung verschmutzen, verblassen, irgendwann ganz verschwinden. Einzig, dass diese Fußabdrücke bei näherer Betrachtung auch wie Ohren aussehen, mag verblüffen.