Brachliegende Potenziale: Die Physiker am Deutschen Theater Berlin

Was tut man, wenn man die „Weltformel“ gefunden hat? Der Menschheit kann man sie ja nicht überlassen, die hat bis dato schließlich noch jede Theorie in verheerende Praktiken gewendet. Also versteckt sich das Superhirn Möbius in Friedrich Dürrenmatts Komödie „Die Physiker“ in einer psychiatrischen Klinik. Unter dem Deckmantel des Wahns, glaubt er, wird er seine Erkenntnisse vor Missbrauch schützen können – und findet sich im Privatsanatorium des „Fräuleins“ Doktor Mathilde von Zahnd in allerbester Gesellschaft wieder: Auch „Newton“ und „Einstein“ sind hier eingebucht und schlurfen als illustre Patienten über die Gänge. Logisch, dass am Ende keiner wirklich der ist, der er zu sein vorgibt.