Die Rückkehr des Protestsongs: Springsteen, Young und die anderen

Man kommt nach der Veröffentlichung von Bruce Springsteens Song „Streets of Minneapolis“ zunächst schnell auf den Gedanken, dass es wieder einmal die alten Recken sind, die sich gegen Trump und den ICE-Wahnsinn in den USA wenden. Sie schreiben Protestsongs, so wie sie das schon immer getan haben oder mit denen sie in den Sechzigerjahren, als diese Art von Songkultur hoch im Kurs stand, aufgewachsen sind.

So wie eben Springsteen mit seinem Song, den er innerhalb von nicht einmal einer Woche geschrieben und fix und fertig produziert hat.

Neil Young hat jetzt auch Apple im Visier

Oder wie Neil Young, der sein Werk von Amazon Music entfernt und konsequenterweise jetzt auch Apple im Visier hat und versucht, andere Kommunikationshardware zu finden. „Ich versuche, keine Unternehmen mehr zu unterstützen, die das Regime mit riesigen Spenden unterstützen, nur um ihren eigenen Hintern zu retten, während Menschen auf den Straßen Amerikas erschossen werden. Nicht nur in Minnesota, in ganz Amerika!“, schrieb Young am Mittwoch auf seiner „Neil Young Archives“-Website.

Oder auch wie Tom Morello, der 61 Jahre alte Gitarrist und Sänger der Crossover-Band Rage Against The Machine. Morello hat nicht nur den Song „Pretend You Remember Me“ über das Schicksal einer Migrantin veröffentlicht, um damit Spenden für die „Coalition for Humane Immigrant Rights of Los Angeles“ zu sammeln, sondern er ist auch verantwortlich für das Benefiz-Konzert, das am Freitag im First Avenue Club in Minneapolis stattfindet.

Morello tritt dort gemeinsam mit Rise Against, Al Di Meola, Ike Reilly und einigen anderen auf. Man munkelt, auch Springsteen werde dort spielen. „Wir kommen nach Minneapolis, wo die Menschen sich heldenhaft gegen ICE gestellt haben. Sich gegen Trump gestellt haben. Sich gegen diese schrecklich wachsende Welle staatlichen Terrors gestellt haben“, so Morello in einer Erklärung.

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Jesse Welles porträtiert in seinem Song jenen Männertyp, der gern eine Waffe in der Hand hält.

© IMAGO/NurPhoto/Steven Garcia

Genau ein solcher zu sein, dagegen wehrt sich wiederum der junge, 1996 im japanischen Yokosuka und in Oklahoma lebende Zach Bryan, der 2022 mit dem Album „American Heartbreak“ seinen Durchbruch hatte und den Abrufzahlen der Streamingdienste zufolge noch einmal um einige Nummern größer ist als Welles. „Bad News“ heißt der Song, mit dem Bryan ebenfalls im Oktober 2025 für Aufsehen sorgte.

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