Prinz Harry vor Gericht: Im Royals-Kreuzverhör kullerten wegen Meghan Markle fast die Tränen

  • Prinz Harry in London vor Gericht – Kreuzzug gegen Klatschpresse geht weiter
  • Als Zeuge im Kreuzverhör: An diesem Punkt kamen dem Herzog von Sussex die Tränen
  • Sohn von König Charles III. sieht sich als Opfer von Abhör-Skandal durch Boulevardmedien

Seit mehreren Jahren führt Prinz Harry einen erbitterten juristischen Krieg gegen die britische Klatschpresse. Aktuell weilt der jüngere Sohn von König Charles III., seit sechs Jahren wohnhaft im kalifornischen Montecito, wieder in seiner britischen Heimat, um den Verlag “Associated Newspapers Limited” (ANL) in Grund und Boden zu klagen. Am dritten Tag des Verfahren gegen den Verlag der Boulevardzeitung “Daily Mail” trat Prinz Harry überraschend vorzeitig in den Zeugenstand und wurde ins Kreuzverhör genommen – offenbar ein Unterfangen, das dem Herzog von Sussex emotional alles abverlangte.

Prinz Harry im Kreuzverhör: Wegen Meghan Markle war der Königssohn den Tränen nahe

Der 41-jährige Sohn des britischen Monarchen wirft dem Verlag “Associated Newspapers Limited” vor, über Jahre hinweg gesetzeswidrige Methoden zur Informationsbeschaffung eingesetzt zu haben. Gemeinsam mit anderen Prominenten wie Popstar Elton John klagt er gegen das Medienunternehmen, das die Anschuldigungen vehement bestreitet. Nach einem dreistündigen Kreuzverhör versagte Harry am Ende beinahe die Stimme. Mit brüchiger Stimme wandte er sich an den Richter: Die Vertreter der britischen Boulevardpresse “haben das Leben meiner Frau vollkommen zur Hölle gemacht, Euer Ehren”, sagte Harry den Tränen nahe. Die Behandlung von Herzogin Meghan durch die Presse sei Teil seiner Motivation für die Klage, hatte der Königssohn zuvor in einer Erklärung betont.

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Herzog von Sussex vor Gericht: Selbstbewusstsein löst sich im Prozess in Wohlgefallen auf

Beim Betreten des Gerichtsgebäudes hatte Prinz Harry noch selbstbewusst gewirkt, lächelte und zeigte den wartenden Journalisten einen Daumen nach oben. Im Zeugenstand war von dieser Gelassenheit jedoch nichts mehr zu spüren. Der vorsitzende Richter musste den Exil-Royal während der Befragung mehrfach zurechtweisen. Prinz Harry solle nicht selbst argumentieren, sondern lediglich die gestellten Fragen beantworten, mahnte er. Der Prinz rechtfertigte sich damit, dass das Gericht den Zusammenhang verstehen müsse und was es bedeute, rund um die Uhr beobachtet zu werden. Zu Beginn des Kreuzverhörs verwies Harry auf die royale Tradition des “Nie erklären, nie beschweren”. Diese Vorgabe des Palasts habe ihn daran gehindert, sich gegen die teils weit zurückliegende Berichterstattung zu wehren.

Sohn von König Charles III. erhebt schwere Anschuldigungen gegen Klatschpresse

Die Vorwürfe des in Kalifornien wohnhaften Prinzen wiegen schwer: Privatdetektive sollen im Auftrag der Zeitung Telefonate und Mailbox-Nachrichten abgehört haben. Auch der Einsatz von Abhörgeräten steht im Raum. Beim sogenannten Blagging sollen sich Reporter unter falscher Identität Zugang zu vertraulichen Unterlagen wie Krankenakten und Kontoauszügen verschafft haben. Der Verlag hält dagegen, die Informationen stammten aus Harrys eigenem Umfeld. Der Prinz wies dies kühl zurück: “Mein soziales Umfeld war nicht undicht, ich möchte das absolut klarstellen.”

Die Anwälte der Kläger legten 14 Zeitungsartikel vor, bei denen sie illegale Recherchen vermuten. Der ständige Verdacht, von Vertrauten verraten worden zu sein, habe ihn jahrelang belastet. In einer schriftlichen Eingabe erklärte Harry, dies habe ihn “unvorstellbar in Verfolgungswahn getrieben und isoliert”.

Prinz Harry führt seinen Kampf gegen die Boulevardpresse seit Jahren

Für Harry ist der aktuelle Prozess nicht der erste Gang vor Gericht. Bereits im Verfahren gegen den Mirror-Verlag hatte er sich einem Kreuzverhör gestellt – ein höchst ungewöhnlicher Schritt für ein Mitglied der königlichen Familie. Die Royals meiden solche Auftritte normalerweise, um nicht noch mehr Privates preisgeben zu müssen. Der britische Prinz, der 2020 mit Herzogin Meghan und den gemeinsamen Kindern in die USA zog, kämpft seit langem gegen die britische Boulevardpresse. Er will nach eigenen Angaben beweisen, dass die illegalen Methoden systematisch angewandt wurden. Hinter seinem Engagement steht auch die Angst um seine Ehefrau. Harry macht die Paparazzi für den Unfalltod seiner Mutter Prinzessin Diana 1997 in Paris verantwortlich. Mehrfach äußerte er die Befürchtung, Meghan könnte ein ähnliches Schicksal erleiden.

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loc/news.de/dpa/stg