Kriminalität: Block-Prozess: Hotelmitarbeiter als Zeugen geladen

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder sollen am Dienstag (9.30 Uhr) zwei Mitarbeiter des Hamburger Hotels “Grand Elysée” als Zeugen befragt werden. Es gehe dabei um Beobachtungen der Beschäftigten vor der Entführung der beiden jüngsten Kinder von Christina Block in der Silvesternacht 2023/24 aus Dänemark, sagte eine Gerichtssprecherin.
Der damals zehn Jahre alte Junge und das 13-jährige Mädchen sollen von einer israelischen Sicherheitsfirma am Wohnort ihres Vaters in Dänemark entführt und anschließend nach Deutschland gebracht worden sein. Der Tat war ein jahrelanger Sorgerechtsstreit zwischen den geschiedenen Eltern vorausgegangen. Christina Block (52) wird im Prozess vorgeworfen, den Auftrag zu der Entführung gegeben zu haben. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette “Block House”, Eugen Block, bestreitet dies.
Es gibt sechs weitere Angeklagte, darunter ihren Lebensgefährten Gerhard Delling (66). Der ehemalige Sportmoderator ist wegen Beihilfe angeklagt. Er bestreitet ebenfalls, etwas Unrechtes getan zu haben.
Im “Grand Elysée”, das zur Block-Gruppe gehört, sollen die mutmaßlichen Entführer laut Anklage monatelang gewohnt und ihre Tat abgesprochen haben. Laut Staatsanwaltschaft entstanden dem Luxushotel dabei Kosten von rund 220.000 Euro, die nicht beglichen wurden. Einer der geladenen Zeugen soll ein ehemaliger leitender Angestellter sein, der andere arbeitet weiterhin in dem Hotel.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de