Zwischen Medaillenhoffnung und Niederlage: Das bringt der vierte Wettkampftag

Die Monoskifahrerin Anna-Lena Forster war am Montag im Super-G auf Medaillenkurs, verpasste jedoch nach einem weiten Sprung ein Tor und schied aus. Direkt danach ging es in die Fehleranalyse. Für Dienstag ist ihr Ziel klar: In der Super-Kombination will sie eine Medaille. Es ist schließlich ihre Paradedisziplin: Silber 2014, Gold 2018 und 2022. Dem DBS sagte sie: „Ich werde es morgen von der Mentalität her wieder gleich angehen, ich denke, das ist der richtige Weg.“
Neben Forster rückt vor allem Andrea Rothfuss in den Fokus. Ihr vierter Platz im Super-G war nach ihrer Pause wegen Depressionen nicht nur eines der stärksten deutschen Ergebnisse des Tages, sondern für sie selbst „wie ein Medaillengewinn“. In dieser Form ist auch sie in der Super-Kombination eine Kandidatin für ein Topresultat.
Anna-Maria Rieder will nach Platz elf am Vortag am Dienstag deutlich offensiver fahren. Alexander Rauen startet erneut mit Guide Jeremias Wilke.
Ein besonderer Moment
Neben den Favoritinnen und Favoriten aus Europa sorgt am Dienstag der Athlet David Trujillo Chávez für einen historischen Moment bei den Spielen. Im Para Ski alpin geht er für El Salvador in Cortina an den Start. Das mittelamerikanische Land ist damit zum ersten Mal bei paralympischen Winterspielen vertreten. Für El Salvador steht weniger das Ergebnis im Vordergrund als die symbolische Bedeutung des Starts. Schon die Qualifikation gilt im Verband als großer Erfolg. Chávez hatte im Vorfeld betont, er wolle zeigen, „dass auch ein Land ohne Wintersporttradition auf dieser Bühne vertreten sein kann“.
In Tesero entscheidet das richtige Timing
Während in Cortina um Hundertstel gefahren wird, beginnt in Tesero das Para-Langlaufprogramm mit den Sprint-Wettbewerben. Am Vormittag stehen die Qualifikationen an, am frühen Nachmittag folgen Halbfinals und Finals. Wer es weit schaffen will, braucht an diesem langen Tag nicht nur Kraft, sondern auch Timing, Renngefühl und taktisches Gespür.
Die deutschen Hoffnungen liegen bei den stehenden Männern auf Sebastian Marburger und Marco Maier, bei den sehbehinderten Frauen auf Linn Kazmaier und Leonie Walter. Maier bringt bereits zwei Bronzemedaillen aus dem Para-Biathlon mit in die Langlaufrennen, Walter hat ebenfalls schon Bronze gewonnen. Marburger und Kazmaier warten dagegen noch auf ihren ersten Podiumsplatz bei diesen Spielen.
Zweites Spiel, zweite Niederlage
Deutschlands Para Eishockey-Team hat auch sein zweites Vorrundenspiel verloren. Wie schon am Samstag gegen China fiel die Niederlage gegen die USA am Montag wieder deutlich aus. Am Ende stand ein 0:13.
Gegen die körperlich und spielerisch überlegenen Amerikaner fand Deutschland kaum Mittel und geriet früh unter Druck. Zwar hielt das Team phasenweise dagegen, insgesamt blieb der Klassenunterschied jedoch klar sichtbar.
Auch der Youngster des deutschen Teams, Jano Bussmann konnte an seinem Geburtstag kein Tor gegen die überlegenen Amerikaner erzielen. Am Dienstagmorgen folgt nun das letzte Vorrundenspiel gegen Italien. Chancen auf das Halbfinale hat Deutschland nicht mehr. Aus der deutschen Gruppe A haben die USA und China bereits das Ticket für die Runde der letzten Vier gelöst.